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Handball-Oberliga : Eider Harde über weite Strecken ohne Struktur

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Lage der Oberliga-Handballer der HSG wird immer aussichtsloser.

Es ist kein gutes Zeichen für die HSG Eider Harde, wenn sich Spielmacher Jörg Gosch zehn Minuten vor dem Anpfiff in der Hüruper Sporthalle noch mit den Zuschauern unterhält, während seine Mitspieler sich auf die wichtige Partie in der Handball-Oberliga vorbereiten. Im Spiel zuvor am vergangenen Wochenende musste er vorzeitig das Feld aufgrund einer Zerrung verlassen, die bis Sonnabend nicht ausreichend ausgeheilt war. „Ich habe es heute Morgen kurz probiert, aber es geht einfach nicht“, ärgerte sich der Mittelmann. Also musste er zugucken und hoffen, dass es auch ohne ihn zu Zählbarem reichen würde. Das tat es nicht. Die HSG verlor mit 24:31 (10:16). „Ich bin natürlich nicht zufrieden, es ist eine Vielzahl von Fehlern besonders im stehenden Angriff passiert“, kritisierte Eider Hardes Interimstrainer Christian Voß.

Nur phasenweise wusste seine Mannschaft den Hürupern Paroli zu bieten. Gleich der Start ging daneben. Eine Zeitstrafe, mehrere Fehlwürfe, aber kein Tor sorgten für das schnelle 0:3, auf das Voß mit einer frühen Auszeit reagierte. „Danach haben die Jungs wieder viel strukturierter gespielt“, lobte Voß. Struktur war für ihn das Schlüsselwort der Partie. Wenn sie da war, wurde es spannender, wenn sie fehlte, zog Hürup davon. Auf der Mitte-Position lenkte Jannik Oettershagen als Gosch-Ersatz die Partie in weiten Zügen gut und neben ihm mühten sich der A-Jugendliche Philip Meyer und Routinier Ulf Thöming, die TSV-Abwehr zu überwinden. Das klappte bis zum 6:7 gut. „Danach haben sich bei uns immer zwei gute Aktionen mit sechs schlechten abgewechselt“, sagte Voß. Während Thöming einen eher unterdurchschnittlichen Tag erwischt hatte und viele Bälle versemmelte, machte Meyer ein recht ansehnliches, aber ebenfalls mit einigen Fehlern beladenes Spiel. „Die stehen ihm allerdings zu, ich bin froh, dass die A-Jugendlichen bei uns mithelfen“, meine Voß. Mit der Torhüter- und Abwehrleistung sei er trotzdem weitestgehend zufrieden gewesen. Am meisten wurmten ihn die unnötigen Ballverluste, die Hürup zur Pause auf 16:10 davonziehen ließen. „Wir haben viel Harakiri gespielt, zu schnell abgeschlossen oder unnötig den Kreis angespielt. Da kommt man als Trainer nicht mehr an die Mannschaft ran. In solchen Phasen fehlte einfach jemand wie Jörg, der die Routine und Anerkennung in der Mannschaft hat, um das Spiel zu sortieren“, erklärte Voß.

In der zweiten Hälfte war es dasselbe Bild. Bis zum 13:17 lief es recht gut, danach nicht mehr, und Hürup entschied die Partie schon beim 18:26 aus HSG-Sicht. Dass der zweite Durchgang letztlich nur mit einem Tor verloren wurde, entschädigte wenig. Bis zum Saisonende hat die HSG Eider Harde noch sechs Spiele, um den wahrscheinlichen Abstieg noch abzuwenden.

HSG Eider Harde: Treziak, Dobratz – Thöming (2), Oettershagen (4/1), Oeltjen (2), Hell, Reinsch (3), Bendixen (2), Brown (5), Meyer (5), Petersen, Mumm, Böhrnsen.

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