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Handball-Oberliga : Eider Harde: Neuer Trainer, altes Leid

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die HSG kann auch unter Coach Christian Voß auswärts nicht gewinnen.

Neuer Trainer, altes Leid: Auch unter der Leitung von Christian Voß dauert die Auswärtsmisere der HSG Eider Harde in der Handball-Oberliga der Männer an. Nur noch ältere Fans dürften sich an den letzten Sieg in fremder Halle erinnern. Mehr als zwei Jahre ist es her, dass die HSG am 2. Februar 2013 beim TSV Ellerbek gewinnen konnte. Bei der HG Hamburg-Barmbek hieß es am Ende 21:24 (10:13) aus Eider-Sicht.

Die Hoffnung war groß, dass die Negativserie nach dem Trainerwechsel von Christian Gosch auf Voß (die LZ berichtete) am Sonnabend reißen könnte. Doch auch beim Tabellen-Neunten gab es nichts zu holen für das Kellerkind. Das Resultat täuscht ein wenig über den Spielverlauf hinweg. Es war kein enges Spiel, kein hitzig geführtes Abstiegsduell. Barmbek dominierte die zweite Halbzeit, führte zwischenzeitlich mit acht Toren Vorsprung. Während die Hausherren ihre Führung bis zum Schluss verwalteten, durften die Gäste nur noch Ergebniskosmetik betreiben.
Voß befand trotzdem: „Es war mehr drin.“

Und er hat recht. Nur dann hätte sich seine Mannschaft nicht die fast schon obligatorische Auszeit nach Wiederanpfiff leisten dürfen. Knappe zehn Minuten ging nichts bei der HSG. Die Mannschaft spielte Wild-West-Handball, Barmbek zog bis auf 19:11 davon. Das Match war verloren. Für Voß war es ein Kennenlernspiel. Der Coach, der vorher erst eine Trainingseinheit mit seinem neuen Team absolvieren konnte, sah seine Jungs das erste Mal live unter Wettkampfbedingungen. Entsprechend viel probierte Voß während der Partie aus. Mal spielte Jannek Brown auf Halblinks, mal Hendrik Hell mal Steffen Oeltjen. Mal spielte Oeljten aber auch auf Rückraum-Rechts, mal Jörg Gosch, mal der A-Jugendliche Philip Meyer oder Jannik Oettershagen. Einige Minuten fand sich Oeltjen sogar auf Rechtsaußen wieder. „Da habe ich wirklich noch nie gespielt und eigentlich möchte ich da auch nicht wieder spielen“, grinste der Allrounder nach Schlusspfiff. Die einzige Konstante im Eider-Spiel war am Sonnabend Torwart Simon Treziak, der eine sehr starke Leistung zeigte.

„Ich habe jetzt unsere Schwächen, aber auch unsere Stärken gesehen. Ich weiß jetzt, wo wir den Hebel ansetzen können“, resümierte Voß. Den Schwerpunkt will der Trainer auf Deckungsarbeit und Tempospiel legen. „Eider Harde ist traditionell eine Mannschaft mit einer guten Abwehr und einem hervorragenden Gegenstoß. Das ist vielleicht ein wenig eingeschlafen. Ich möchte das wieder zum Leben erwecken.“

Viel Zeit hat er dazu nicht. Acht Endspiele bleiben Voß, um seine Mission Klassenerhalt zu erfüllen.

HSG Eider Harde: Treziak, Dobratz – Brown (2), Oettershagen (3), Behmer (1), Gosch (6/3), Plöhn (1), Ketelsen, Oeltjen (3), Hell, Bendixen (4), Meyer, Petersen, Reinsch (1).

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