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Handball-Oberliga : Eider Harde mit dritter knapper Niederlage

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Auch nach dem dritten Spieltag in der Handball-Oberliga der Männer bleibt die HSG Eider Harde punktlos.

shz.de von
erstellt am 22.Sep.2014 | 05:58 Uhr

Das ist keine große Überraschung angesichts des Umbruchs im Verein in der Sommerpause. Ärgerlich nur, dass alle drei Niederlagen äußerst knapp zustande kamen. Ein Blick auf die Tabelle macht es deutlich: Dort stehen zwar 0:6 Punkte zu Buche, die Tordifferenz weist aber nur minus vier Treffer auf. Eine durchaus bemerkenswerte Statistik, die die Situation der HSG aber nur unwesentlich erfreulicher macht. Diesmal musste sich die Mannschaft von Coach Christian Gosch in eigener Halle dem FC St. Pauli mit 27:29 (14:13) geschlagen geben. „Die Analyse des Trainers deckte schonungslos die Gründe für die Pleite auf: „Die zweite Halbzeit war unsere schlechteste Saisonleistung. Die erste war in Ordnung. Wir hätten zur Pause nur höher führen müssen. Nach dem Wechsel haben wir dann zu viele Fehler produziert.“ Das Problem der HSG: Gosch hat im Rückraum extrem wenige Wechselalternativen zur Verfügung. Mit zunehmendem Spielverlauf kann sich der Gegner mehr und mehr auf das Eider-Positionsspiel einstellen, die Akteure werden schlapper und schlapper, weil sie durchspielen müssen.

Eines dürfte trotzdem als erstes kleines Zwischenfazit festgehalten werden: Kanonenfutter ist die HSG Eider Harde mitnichten. Dass es eine harte Saison wird, war Insidern vor der Saison klar. Blutjunge Spieler wie Jannek Brown und Jannik Oettershagen dürfen nicht nur auf einem Niveau lernen, das vielen anderen ihrer Altersgenossen verwehrt ist. Auf ihre Tore ist die HSG regelrecht angewiesen. Sie werden ins kalte Wasser der Oberliga geschmissen und müssen dort nun schwimmen lernen. Genauso geht es Spielern wie Hendrik Hell oder Simon Treziak, die ebenfalls just der A-Jugend entsprungen sind. Alle machen das richtig gut. Brown und Oettershagen erzielten gegen St. Pauli zusammen neun Tore. Gutes Beispiel in dem Zusammenhang ist auch der Einsatz von Philip Meyer, der am Sonnabend die letzten 20 Minuten ran durfte und dabei ein Tor warf. Der 18-jährige Linkshänder gewann nur wenige Stunden zuvor mit der A-Jugend das Derby gegen Schülp, um kurz danach in der „Ersten“ auszuhelfen.

Der jetzige Umbruch erinnert ein wenig an das Jahr 2001, als die damalige HSG Hohn/Elsdorf eine ähnliche Verjüngungskur initiierte. Seinerzeit hießen die jungen Talente Jörg Gosch, Gunnar Petersen und Jan-Eggert Sievers. Der Unterschied zu heute: Sie durften in der Bezirksklasse im Männerbereich anfangen. Einer von damals ist noch übrig geblieben: Jörg Gosch hat jetzt als Kopf der Mannschaft die Herkules-Aufgabe, seine jungen Nebenspieler durch ihre erste Männersaison zu führen.

HSG Eider Harde: Dobratz (1.-40.), Treziak (ab 40.) – Brown (5), Oettershagen (4/2), Behmer (2), Bendixen (1), Kuhrt (2), Plöhn (5), Gosch (7/4), Petersen, Hell, Börnsen, Meyer (1).
 

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