Handball-SH-Liga der Männer : Eider Harde baut Vorsprung auf die Verfolger aus

Schmerzhaft endete die Partie in Stockelsdorf für Eider Hardes Janek Fisch (Nr. 23), der nach einem Foul einen Teil seines Schneidezahns verlor.
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Schmerzhaft endete die Partie in Stockelsdorf für Eider Hardes Janek Fisch (Nr. 23), der nach einem Foul einen Teil seines Schneidezahns verlor.

In der Handball-SH-Liga der Männer feierte die HSG Eider Harde einen 27:25-Sieg in Stockelsdorf, während die Mitkonkurrenten um den Aufstieg patzten. Damit hat das Team von Trainer Thomas Carstensen drei Punkte Vorsprung auf einen Nichtaufstiegsplatz.

shz.de von
29. Februar 2016, 06:00 Uhr

Perfekt verlief das Wochenende aus Sicht der Handballer der HSG Eider Harde. Das eigene Auswärtsspiel in der SH-Liga beim ATSV Stockelsdorf gewann die Mannschaft mit 27:25 (12:11). Gleichzeitig ließen zwei Verfolger Federn. Sowohl die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg (27:30 in Tarp) als auch der TSV Kronshagen (26:28 gegen Tabellenführer HSG Ostsee N/G) kassierten Niederlagen. Und: In der 3. Liga holte der abstiegsbedrohte TSV Altenholz zwei Punkte. Das ist daher so wichtig, weil der TSV in der Liga bleiben muss, damit Platz 2 in der SH-Liga sicher zum Oberliga-Aufstieg reicht. Mit dem Erfolg in Stockelsdorf haben die Eider-Handballer ihren zweiten Tabellenplatz (28:8 Punkte) gefestigt.

Einfach war es jedoch nicht am Sonnabend. Entsprechend fiel das Fazit von Trainer Thomas Carstensen aus: „Das war ein dreckiger Sieg.“ Nur mit zehn Feldspielern angereist – darunter der malade Spielmacher Jörg Gosch, der zwar auf der Auswechselbank Platz nahm, aber nicht wirklich mitwirken konnte – taten sich die Gäste schwer mit den robusten Gastgebern. Die erste Halbzeit verlief sehr ausgeglichen. Zwar stand die Deckung gewohnt gut, hinter der Torwart Gerald Dobratz eine prima Leistung ablieferte, dafür bereitete der Angriff Carstensen tiefe Sorgenfalten. Wenig Tempo, viele falsche Entscheidungen, der Ball lief einfach nicht so, wie sich der Coach das vorgestellt hatte.
Allerdings hatte das, was die Stockelsdorfer auf der Platte veranstalteten, auch kaum etwas mit Handball zu tun. Viel mehr mit Boxen, Ringen oder Rugby. „Der ATSV hat extrem hart gespielt. Das war teilweise unsportlich und brutal. Es war nicht schön mitanzusehen“, erzählte Carstensen. Vor allem bei Janek Fisch, der mit sieben Toren eine sehr gute Partie spielte, werden die Erinnerungen an die Begegnung länger haften bleiben. Der Halblinke verlor einen Teil eines Schneidezahns. Sein Kontrahent Finn Schäfer vom ATSV durfte nach der Aktion duschen gehen. Es war nicht die einzige Rote Karte an diesem Tag. Auch Moritz Molt musste vorzeitig das Feld verlassen.

Letztendlich entschieden zehn gute Minuten der HSG Eider Harde nach dem Seitenwechsel die Partie, in denen sich die Gäste auf 17:11 absetzten. Gut tat der HSG die Rückkehr von Linksaußen Steffen Oeltjen, der nach seiner Bänderverletzung mangels Alternativen sofort 60 Minuten durchspielen musste. Sieben Treffer gingen auf sein Konto. Unterm Strich war Thomas Carstensen froh, dass der Auftritt für zwei Punkte gereicht hat und dass sich keine Spieler ernsthaft verletzt haben. Sein Team verfügt vier Spieltage vor Ultimo über ein Drei-Punkte-Polster auf einen Nichtaufstiegsplatz.HSG Eider Harde: Dobratz, Severin – Möller (3), Oettershagen (3), Oeltjen (7), Hohnsbehn (4), Meyer, Ketelsen, Bendixen, Brown (3), Fisch (7), Gosch.

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