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Neues Konzept : EDV an Schulen: Lehrer fordern Unterstützung

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Stadt Rendsburg stellt ein umfassendes Konzept für die PC-Betreuung an Schulen vor.

Der Einsatz von Medien gehört längst zum Schulalltag dazu, Computer sind aus dem Unterricht nicht mehr wegzudenken. Doch mit der PC-Ausstattung ist die Arbeit längst nicht getan. Die Geräte müssen gewartet werden, man muss sie den technischen Entwicklungen immer wieder anpassen und man muss Sicherheitsrichtlinien beachten. Doch all das können die Lehrer nicht mehr alleine leisten – die Schulen fordern deshalb schon seit Langem die Unterstützung der Stadt. Deshalb hat Fachdienstleiter Dennis Janke jetzt ein umfassendes EDV-Konzept erstellt.

Die bisherige Betreuung sei nicht „zielgerichtet und umfassend“ gewesen, so Janke. Oftmals mussten Lehrer oder ältere Schüler die Aufgabe zusätzlich übernehmen. Wenn diese dann die Schule verließen, ging das Wissen mit ihnen. „In der Regel ist an Schulen kein Personal vorhanden, welches sich ausschließlich mit EDV beschäftigt“, sagt er. Und dabei sei mit wachsender Bedeutung von Medien auch die Betreuung immer wichtiger geworden. Allein an den Gymnasien stehen aktuell 360 Computer für den Unterricht zur Verfügung.

Das 14 Seiten umfassende Konzept ist eines der ersten Projekte Jankes, seit Januar 2014 arbeitet er an dem Fünfjahresplan. Zunächst hat er die aktuelle Situation in den Schulen analysiert. Dabei stellte er fest, dass überall dringender Handlungsbedarf besteht. „Ich gehe davon aus, dass wir die Netzwerkstruktur komplett austauschen müssen.“ Entscheidend an seinem Konzept sei aber vor allem, dass zwei Stellen geschaffen werden, die nur für die EDV-Betreuung an Schulen zuständig sind.

Die Schulleiter begrüßen die Planungen der Stadt. Dieter Anders von der Herderschule sagte gegenüber der Landeszeitung: „Nach unserer Auffassung ist es die ordinäre Aufgabe des Schulträgers, die Schulen für einen guten und zeitgemäßen Unterricht sachlich auszustatten, das heißt für eine entsprechende IT-Ausstattung zu sorgen, die Rechner und die pädagogischen Computernetze zu warten und pflegen. Dies ist bisher nicht geschehen. Der Antrag der Schulen wurde erstmals vor sieben Jahren gestellt.“

Zunächst soll die Unterstützung an den drei Gymnasien beginnen. Im Haushalt 2015 müssten nach Empfehlungen Jankes knapp 100000 Euro bereit gestellt werden. Die anderen Schulen sollen später folgen. Was zunächst wie ein großer Kostenaufwand für die Stadt aussehe, sei auf den zweiten Blick zu relativieren, so Janke. Rendsburg müsse die Summe nicht alleine stemmen, denn finanziert werde die EDV-Betreuung durch die Schulkostenbeiträge. Und 80 Prozent der Schüler an den Gymnasien kommen aus anderen Kommunen, sodass sich die Kosten schließlich refinanzieren werden. In der jüngsten Sitzung des Kultur-, Bildungs- und Sportausschusses ist das Konzept allerdings noch nicht angenommen worden. „Damit hatte ich schon gerechnet. Bei diesem Thema muss man sich umfassend Gedanken machen. Es wird jetzt sicherlich fraktionsintern beraten“, so Janke. In zweieinhalb Wochen steht das Thema am 26. November dann erneut auf der Tagesordnung.

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