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Konzert : Edle Klänge als exklusives Geschenk

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Festlicher Einstieg in die Adventszeit: Die Internationale Chorakademie unter Rolf Beck und das Ensemble von Nils Landgren verzauberten die Konzertbesucher in der Christkirche

Mit einer unwiderstehlichen Besetzung hatten die Stadtwerke Rendsburg mit einer Exklusiv-Einladung ihre Kunden zum Besuch eines außergewöhnlichen Konzertes in der Christkirche verführt: Zum zweiten Mal war die Internationale Chorakademie Lübeck unter der Leitung ihres Dirigenten und früheren SHMF-Intendanten Prof. Rolf Beck zu einem vorweihnachtlichen Konzert „nach Hause“ gekommen. So jedenfalls beschrieb Rolf Beck nach dem Konzert sein Gefühl, wieder in der Christkirche dirigiert zu haben.

Nach vier intensiven Chor-Probentagen im Nordkolleg war alles „wie früher“: Rolf Beck ist nach wie vor verliebt in die Kirche mit ihrer vorzüglichen Akustik, schätzt die Zusammenarbeit mit Unterstützung durch den Kirchengemeinderat mit Hans-Hinrich Blunck an der Spitze, aber auch das Engagement der Stadtwerke Rendsburg.

„Wir freuen uns auf dieses Konzert als Geschenk der Stadtwerke“ hatte Hans-Hinrich Blunck das Publikum begrüßt. Für Christine Söffge als Vorsitzende des Hospiz-Fördervereines war es ebenfalls eine willkommene Gelegenheit, um unter anderem auf die notwendige Unterstützung der Demenz-Beratung hinzuweisen. „Wir möchten den Menschen die letzte Zeit ihres Lebens im Hospiz schön machen. Alle werden älter, der Bedarf an Demenz-Beratung steigt. Dafür gibt es bisher noch keine Mittel.“

Für den Stadtwerke-Geschäftsführer Helge Spehr war es auch eine Geste, mit den Kunden ins persönliche Gespräch zu kommen und die Beziehungen zu pflegen. Heraus kam dabei für alle Beteiligten etwas Gutes: Die am Ausgang von den Konzertbesuchern eingesammelten Spenden gehen an den Förderverein des Hospizes und an die Chorakademie. „Nicht vom Geben, sondern vom Behalten werden wir krank“, hatte Hans Hinrich Blunck den Schriftsteller Antoine de Saint-Exupéry zitiert. Recht hatte er: Was die 20 Stimmen der Chorakademie – alles fortgeschrittene Gesangsstudenten aus aller Welt und der höheren Semester – sowie Nils Landgrens „new eyes on barock“-Truppe in der Besetzung Posaune, Saxophon, Gesang, Gitarre und Kontrabass ablieferten, drang vom ersten bis zum letzten Klang in die Seelen.

Schwerpunkt waren weihnachtliche Lieder und Stimmungen aus aller Welt. Eine bunte Mischung aus Deutschland, Polen, Bulgarien, der Slowakei, England, Amerika, Schweden: Alles mit fesselnder Intensität, Ruhe und Können. Bemerkenswert die Kraft des großen Bogens über diesem knapp zwei Stunden dauernden Konzert, in dem sowohl der Chor als auch das Landgren-Ensemble allein und zusammen sangen und spielten. Es wurde ein Abend voller stiller Emotionen, edler Klänge von Könnern, mit verträumt wirkenden, zum „In-sich-Hineinhören“ animierenden Improvisationen wie mit Eva Kruses Kontrabass-Solo, genialem Zusammenspiel und Solo-Gesang (Jeanette Köhn). Mindestens eine Lehrstunde des behutsamen, jedoch sehr bedeutungsvollen Muszierens. Musik, die berührte und beruhigte. „Jesu, meine Freude“ im wahrsten Sinne des Wortes. „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ in zeitgemäßen Arrangement für Chor und Jazz-Ensemble bis zum jubelnden „Halleluja“ Händels, dem „Little drummer boy“, „Jingle Bell“ und ganz zum Schluss „Stille Nacht“ mit Nils Landgren als Vorsänger. Insgesamt war dies ein bestens gelungener Einstieg in die Vorweihnachtszeit.




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erstellt am 29.Nov.2015 | 19:04 Uhr

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