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Stammzellen-Spende : E-Mail an einen Lebensretter

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Eine Argentinierin bedankt sich bei dem Aukruger Michael Beddies für eine Stammzellen-Spende im Kampf gegen Leukämie.

Wiedervorlage – unter diesem Stichwort greift die Landeszeitung Themen auf, über die sie vor längerer Zeit berichtet hat. Etwa um zu erfahren, was sich seit der letzten Berichterstattung getan hat. Oder um zu klären, ob es eine neue Entwicklung in einem Prozess gibt. „Dieser Brief ist zusammen mit der Tatsache, dass meine Familie gesund ist, das schönste Weihnachtsgeschenk, das ich mir vorstellen kann“, sagt Michael Beddies. Der Aukruger hat am 14. September Stammzellen gespendet und nun ein allererstes Lebenszeichen von seinem Bluts-Zwilling erhalten.

„Sie sind ein sehr großzügiger Mensch, der seine Stammzellen gespendet hat, ohne zu wissen, für wen er das tut. Dafür werde ich immer dankbar sein“, steht beispielsweise in dem emotionalen Brief. Darin erfährt Beddies unter anderem auch, dass der Zell-Empfänger eine Frau aus Argentinien ist, die zwei Söhne hat. Langsam aber sicher ginge es ihr besser, berichtet die Südamerikanerin. Die wöchentlichen Kontrollen wiesen mittlerweile normale Ergebnisse auf. Schon einen Tag nach Beddies Spende sind der an Blutkrebs erkrankten Frau tausende Kilometer entfernt seine Stammzellen transplantiert worden. „Ich habe danach oft an sie gedacht und mich gefragt, wie es ihr wohl geht“, berichtet der 43-Jährige. „Als ich den Brief im E-Mail-Postfach hatte, war ich sehr ergriffen und erleichtert.“ Noch vor Weihnachten will er der Südamerikanerin antworten. Einen Namen oder eine Adresse kennt er nicht – die Kommunikation läuft über das Norddeutsche Knochenmark- und Stammzellspender-Register. „Nach zwei Jahren darf der Empfänger entscheiden, ob er den Spender kennenlernen möchte. Das würde ich toll finden“, sagt der Aukruger.

Die Spende hat der Familienvater gut verkraftet und würde sich jederzeit wieder dafür entscheiden. Er freut sich besonders darüber, dass er nach der Berichterstattung in der Landeszeitung oft angesprochen wurden – „auch von Fremden. Die Resonanz war wirklich gut, und viele wollten sich daraufhin auch registrieren lassen.“ Durch sein gutes Beispiel andere motivieren zu können, ebenfalls helfen zu wollen, das freut Michael Beddies. Aber sein liebster „i-Punkt“ auf seiner persönlichen Geschichte sei es, dass sein Bluts-Zwilling die Stammzell-Transplantation bisher gut verkraftet habe und die Frau nun auf einem guten Weg sei.

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erstellt am 23.Dez.2016 | 10:00 Uhr

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