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Landeszeitung

20. Oktober 2017 | 06:12 Uhr

E-Autos bis 2018 kostenlos betanken

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

An fünf neuen Ladestationen im Kreis stellen die Stadtwerke Rendsburg den Strom gratis zur Verfügung / Zwei weitere Säulen folgen bis März

shz.de von
erstellt am 20.Dez.2016 | 11:03 Uhr

Das Netz von Ladestationen für Elektroautos in der Region wird immer enger: Seit gestern sind auf Initiative des Kreises fünf neue Stromsäulen in Betrieb, zwei weitere folgen im kommenden Frühjahr. Die Stadtwerke Rendsburg liefern den Strom an den fünf derzeitigen Standorten kostenlos – und das zwei Jahre lang. Das bestätigte Geschäftsführer Helge Spehr der Landeszeitung.

Die neuen Stromtankstellen sind aus einem Arbeitskreis der Städte Rendsburg und Büdelsdorf, der Gemeinde Schacht-Audorf, dem Abfallwirtschaftsbetrieb (AWR) und dem Kreis Rendsburg-Eckernförde heraus entstanden. Grundlage war das Klimaschutzteilkonzept des Kreises für den Lebens- und Wirtschaftsraum Rendsburg. Es „zeigte klar die Notwendigkeit der Ladestationen in der Region. Es galt nun, diese Maßnahme zügig umzusetzen“, teilten die Stadtwerke mit. „Wir hatten nur wenig Zeit, denn es gab einen Wettlauf um die Fördermittel“, sagte Dr. Martin Kruse von der Kreisverwaltung. Die Ladestationen wurden pro Stück mit 5000 Euro von Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft und ländliche Räume des Landes sowie der gemeinnützigen Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein unterstützt. Die restlichen Kosten von 10  000 Euro teilen sich die Arbeitskreis-Teilnehmer und die Stadtwerke Rendsburg.

Das kommunale Unternehmen hat sich als Betreiber der vier Säulen in Rendsburg, Büdelsdorf und Schacht-Audorf im Wettbewerb durchgesetzt. Eine weitere Säule betreibt es auf seinem Kundenparkplatz selbst. Für die zwei Säulen, die im März in Borgstedt in Betrieb gehen, hat die AWR das Hansewerk ins Boot geholt.

An jeder Tankstelle stehen zwei Stecker zur Verfügung, mit denen Fahrzeuge bis zu 22 Kilowatt Leistung laden können. Gängige E-Auto-Modelle brauchen laut Karsten Jungjohann von den Stadtwerken auf diese Weise zwei bis drei Stunden, um ihre Akkus komplett aufzuladen. „Der Strom bleibt erst einmal kostenlos, weil die Abrechnungstechnik so aufwändig ist“, erklärte Helge Spehr. Solange es teurer sei, die getankten Mengen in Rechnung zu stellen, als Erlös zu erwarten ist, müssen E-Auto-Fahrer nichts bezahlen. Das werde mit Sicherheit noch zwei Jahre so bleiben. Danach werde der Strom zwischen 25 und 30 Cent pro Kilowattstunde kosten. Um das Angebot nutzen zu können, müssen Kunden sich bei den Stadtwerken anmelden. Eine Smartphone-App ermöglicht den Zugang zu den Säulen.

„Die E-Auto-Technologie stößt wegen ihrer geringen Reichweite gerade auf dem Land zwar noch an ihre Grenzen, aber wir können und wollen uns den Signalen aus Politik und Wirtschaft nicht verschließen“, begründete Martin Kruse die Offensive. Im Kreis Rendsburg-Eckernförde sind derzeit 106 Elektroautos angemeldet. Zudem gibt es 490 Hybridfahrzeuge.

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