zur Navigation springen
Landeszeitung

18. Dezember 2017 | 12:21 Uhr

Handball : Duvenstedter dominieren Derby

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

In der Handball-Oberliga HH/SH der Männer feiert der TSV vor fast 400 Zuschauern gegen die HSG Hohn/Elsdorf einen verdienten 35:28-Erfolg.

shz.de von
erstellt am 20.Okt.2013 | 21:45 Uhr

Der Aufsteiger ließ dem etablierten Oberligisten keine Chance. Vor fast 400 Zuschauern zeigten die Handballer des TSV Alt Duvenstedt den Gästen der HSG Hohn/Elsdorf die Grenzen auf. Am Ende fiel das Derby eindeutig aus. Mit 35:28 (13:12) bezwang die Mannschaft von Trainer Thomas Carstensen das Team von Thies Schmalfeld. Die Gastgeber waren in allen Belangen überlegen: physisch, taktisch und mental. „Wir waren deutlich besser. In der zweiten Halbzeit haben wir unsere spielerische Überlegenheit auch in Tore umgemünzt. Das war unser bestes Saisonspiel“, bilanzierte ein rundum zufriedener Thomas Carstensen.

Die HSG fing mit einer 5:1-Deckung an, in der Hoffnung die Hausherren würden sich die Zähne ausbeißen. Doch die Alt Duvenstedter waren vorbereitet, wirbelten die Gäste auseinander. Immer wieder stand der Kreis völlig blank. Kaum stellte die HSG auf eine defensivere Variante um, ballerte die Carstensen-Truppe aus dem Rückraum. „Wir haben uns im Testspiel gegen Plön und im Pokal in Jarplund eingespielt. Die Punktspielpause hat uns gut getan. Das hat heute richtig Spaß gemacht“, freute sich der Coach. Von einem Befreiungsschlag möchte Carstensen noch nicht sprechen, zunächst will er die kommenden Partien abwarten. Bieten seine Spieler aber weiter solche Leistungen an, dürften sich die Erfolge von alleine einstellen. Torwart Frederik Klapdor stand seinem Gegenüber Gerald Dobratz in nichts nach. Tim Dau (10 Tore) machte das Spiel seines Lebens, Christian Eichstädt zog im Angriff geschickt die Fäden, Marian Palkus meldete Hohns Shooter Ulf Thöming weitgehend ab und Sascha Schwarz präsentierte sich als Torschütze und Passgeber in Personalunion. Die knappe 13:12-Führung zur Pause war mehr als schmeichelhaft für die Hohn/Elsdorfer.

Thies Schmalfeld sprach von einem gebrauchten Tag, der seiner Mannschaft angedreht wurde. „Das war gar nichts. Wir haben uns durch Unmengen an technischen Fehlern und Undiszipliniertheiten das Leben selbst schwer gemacht. Alt Duvenstedt hat völlig verdient gewonnen“, konstatierte ein enttäuschter HSG-Coach. Schmalfeld konnte sich bei Keeper Gerald Dobratz bedanken, dass seine Mannschaft nicht schon in der ersten Hälfte ins Hintertreffen geriet. Mit zunehmendem Spielverlauf konnte auch Dobratz die drohende Niederlage nicht mehr verhindern. Die Alt Duvenstedter liefen einen Konter nach dem anderen. Auch aus dem Rückraum kassierte die HSG reihenweise Gegentore. Schmalfeld: „In der zweiten Halbzeit hatte der TSV den Papst in der Tasche. Da hat wirklich alles geklappt.“ Der Trainer übte Selbstkritik: „Alle bis auf Gerald waren schlecht, inklusive mir.“ Ihm fehlen die Alternativen auf der Bank. Die HSG hat viele hoffnungsvolle Talente in seinen Reihen, die sicher irgendwann Oberligaformat erreichen werden. Noch befinden sie sich aber in der Ausbildung. Schmalfeld: „Die Herbstpause hat mit der Hürup-Pleite schlecht begonnen und ist jetzt mit der Derby-Niederlage ebenso schlecht geendet. Jetzt müssen wir die Uhren auf Null stellen und neu anfangen.“

Thomas Carstensen kann dagegen das kommende Wocheende kaum abwarten. Dann will seine Mannschaft beim FC St. Pauli die nächsten Punkte einfahren.

TSV Alt Duvenstedt: Klapdor, Quarck – Eichstädt (4/1), Voß, Koslowski, Dau (10), Frahm (2), Schwarz (5), N. Petersen, Müller (1), Höpfner (2/2), Buechler (2), Hagge (4), Palkus (5).
HSG Hohn/Elsdorf: Dobratz, Treziak – Gosch (5), Hohnsbehn (4), Möller (4), Oeltjen (6), Thöming (5), Küch (2), Petersen, Oettershagen, Ketelsen, Katzmann, Goetzien (2), Brown.


zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen