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Handball-Oberliga : Droht Eider Harde die nächste Megapleite?

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Im Heimspiel gegen den HSV Hamburg II scheint ein Erfolg für die HSH in weiter Ferne.

Am liebsten würden die Oberliga-Handballern der HSG Eider Harde die Monsterklatsche vom vergangenen Wochenende beim Preetzer TSV so schnell wie möglich vergessen machen – bestenfalls mit einem Heimsieg heute Abend. Das Problem: Der Gegner ab 19.15 Uhr heißt HSV Hamburg II und ist einer der heißesten Kandidaten auf den Titel. Droht die nächste Megapleite?

In der Tat weisen die Vorzeichen der Begegnung auf keinen guten Ausgang für die abstiegsgefährdete HSG hin. Wieder fehlen Trainer Christian Gosch drei Stammspieler. Thore Kuhrt (Knie-Probleme), der Langzeit-Verletzte Steffen Oeltjen und Sven Bendixen (Bundeswehr-Einsatz) sind nicht dabei. Hinzu kommt der Ausfall von Sven Böhrnsen mit einem dicken Knöchel. Damit fehlen Gosch entscheidende Bausteine in seiner Abwehr. Ohne Kuhrt und Bendixen fehlt es der Defensive an Stabiltät. Selbst Gerald Dobratz, einer der besten Schlussmänner der Oberliga, kann nicht alle Fehler seiner Vorderleute ausbügeln. „Im Training kann ich keine neuen Abwehrsysteme einstudieren, weil wir aufgrund der Verletzungen so wenige Leute sind“, klagt Gosch. Wahrscheinlich werden wieder A-Jugendliche seinen Kader gegen den HSV auffüllen.

Erinnerungen an den letzten Spieltag der vergangenen Saison werden in der Hohner Halle wach. Damals gewann die HSG völlig überraschend gegen die Hamburger und sicherte sich so im Schlussspurt den Klassenerhalt. Allerdings war seinerzeit die Ausgangssituation eine völlig andere. Für den HSV ging es um die goldene Ananas, für die Hohn/Elsdorfer um den Nichtabstieg. Gosch glaubt nicht daran, dass der HSV noch einmal so eine miese Einstellung an den Tag legen wird: „Die werden sich keine Blöße geben.“

Apropos Einstellung: Die war bei Eider in Preetz gelinde gesagt unterirdisch. Gosch meint sogar, sie war „scheiße“. Die Aufarbeitung dieser Schlappe erfolgt in Hohn nach der Verdrängungsstrategie. „Wir haben im Training nicht mehr über die Niederlage gesprochen. Das hätte eh nichts gebracht. Die Jungs wissen, dass sie zu Hause ein anderes Gesicht zeigen müssen. Wir wollen uns so achtbar wie möglich aus der Affäre ziehen.“ Weniger Einstellung als in Preetz geht auch nicht.

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