Feuer in Rendsburg : Dritter Brand in Mastbrook in neun Tagen

Die Polizei nahm einen Verdächtigen fest.

Die Polizei nahm einen Verdächtigen fest.

Das Rad eines Einkaufswagen stand am Donnerstag in einer Garage in Flammen. Die Polizei nahm einen Verdächtigen fest.

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19. Oktober 2018, 14:44 Uhr

Rendsburg | Nach einem Brand am Donnerstag an der Schleswiger Chaussee in Mastbrook hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Wie die Behörde mitteilte, sah ein Fußgänger gegen 22.30 Uhr gegenüber der Privatschule Mittelholstein einen hellen Lichtschein in einer offenstehenden Garage. Erst bei näherem Hinsehen erkannte er, dass es dort brannte. Das Rad eines Einkaufswagens stand in Flammen. Der Fußgänger alarmierte die Feuerwehr, die den Brand löschte. Die Polizei nahm in der Nähe einen Verdächtigen fest. Ob er den Brand gelegt hat, stand gestern noch nicht fest. Die Polizei ermittelt. Die Garage wurde durch das Feuer leicht verrußt. Das Gebäude blieb unbeschädigt.

Wie berichtet, brannten während der vergangenen neun Tage in Mastbrook zwei Gartenlauben. Bernd-Holger Naujeck, Vorsitzender der Gartenfreunde Rendsburg, beschwerte sich anschließend darüber, dass manche Pächter ihre Lauben Wohnsitzlosen überlassen. Einige besäßen sogar Ausweise, in denen eine Parzelle als Adresse eingetragen sei.

Auf Anfrage der Landeszeitung widersprach Andrea Loose, Leiterin des Fachbereichs Bürgerdienste, gestern Naujeck. „Aktuell haben wir keinen Fall.“ Es komme aber vor, dass jemand bei der Beantragung eines Ausweises die Adresse einer Gartenkolonie angebe. Nach Melderecht müsse die Verwaltung zunächst die Adresse übernehmen, die jemand nennt. Bei Zweifeln werde aber nachgeprüft, ob es überhaupt zulässig ist, dort zu wohnen. Diese baurechtliche Kontrolle erfolge aber nicht bei der Anmeldung. Die Mitarbeiter des Einwohnermeldeamts verlangen jedoch eine Vermieterbescheinigung, die der Bewohner einer Gartenlaube wohl schwerlich vorlegen könne.

Das dauerhafte Wohnen in Gartenlauben ist nicht erlaubt, teilte gestern Frank Thomsen, Leiter des Fachbereichs Bau und Umwelt der Stadtverwaltung, auf Anfrage mit. Die Häuschen erfüllten „in der Regel fundamentale Anforderungen des Brandschutzes und der Ver- und Entsorgung nicht“.

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