Demografischer Wandel : Dringend nötig: Nachwuchskräfte

Leistungsspangen in Silber und Bronze wurden an Annika Jacobsen (links), Matthias Brumm und Nicole Kröhnert verliehen.
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Leistungsspangen in Silber und Bronze wurden an Annika Jacobsen (links), Matthias Brumm und Nicole Kröhnert verliehen.

Jugendfeuerwehren des Kreises haben 1032 Mitglieder

shz.de von
13. März 2018, 09:53 Uhr

Mehr Werbung für die Jugendfeuerwehren, um dem demografischen Wandel entgegenzuwirken: Das war der Tenor der Jahreshauptversammlung, an der am Sonnabend in Hohenwestedt Delegierte aus allen Jugendfeuerwehren des Kreises Rendsburg teilnahmen.

Der Mitgliederstand in den 40 Jugendwehren, die durch 108 Delegierte vertreten waren, ist im vergangenen Jahr leicht gesunken, berichtete der Kreisjugendwart Thorsten Weber aus Osterrönfeld. Waren zu Beginn des Jahres 2017 noch 761 Jungen und 271 Mädchen, also insgesamt 1032 Kinder und Jugendliche gemeldet, sank die Zahl zum Jahresende auf 1022 Mitglieder. Dabei sind 179 aus den Jugendwehren ausgetreten, 194 neu eingetreten. Erfreulich ist, dass 72 Jugendliche in die aktiven Wehren übergetreten sind, betonte Weber.

Die hohe Zahl der Übertritte liege über dem langjährigen Durchschnitt, der zwischen 55 und 70 liege. Für die Austritte gebe es verschiedene Gründe. Oft sei der Beginn einer Ausbildung oder Lehre der Grund dafür, dass die Jugendlichen sich aus der Feuerwehr verabschiedeten. Ziel müsse sein, Werbung für die Jugendfeuerwehren zu machen und eine möglichst große Zahl von Jugendlichen für ein Weitermachen in den Einsatzabteilungen zu gewinnen.

„Denn der demografische Wandel hat die Feuerwehren erreicht“, machte Weber deutlich. Das zeige die Zahl der aktiven Kameraden im Kreisgebiet, die im vergangenen Jahr um 22 auf 6823 sank. Er hoffe, die Zahl der Jugendlichen bei 1000 halten zu können. Denn die Einsatzabteilungen seien darauf angewiesen, Verstärkungen aus dem Jugendbereich zu bekommen. Das betonte auch der Kreiswehrführer Mathias Schütte aus Eckernförde. Er hob die Arbeit und den Zeitaufwand der Ausbilder und Betreuer im Jugendbereich hervor. Im vergangenen Jahr wurden in den Jugendwehren 28 532 Stunden geleistet.

In seinem Grußwort würdigte auch der Hohenwestedter Bürgermeister Jan Butenschön den Einsatz der Jugendlichen und die Arbeit der Betreuer und Ausbilder in den Jugendfeuerwehren. Zum neuen Kreisjugendgruppenleiter wurde der 15-jährige Morten Rittker aus Altenholz gewählt. Sascha Feister aus Schuby (Fachbereichsleiter Finanzen) und Andreas Hanus aus Molfsee (Fachbereichsleiter Schriftführung) wurden in ihren Ämtern bestätigt. Die Leistungsspange in Silber der Schleswig-Holsteinischen Jugendfeuerwehr wurde Matthias Brumm, den ehemaligen stellvertretenden Jugendfeuerwehrwart in Eckernförde, verliehen. Mit der Leistungsspange in Bronze wurden die Jugendfeuerwehrwartinnen Annika Jacobsen (Amt Eiderkanal) und Nicole Kröhnert (Fockbek) geehrt.

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