Fußball : Drei Trainerwechsel können den Abstieg des BTSV nicht verhindern

Bester Torschütze: Mats Henke (re.) traf elf Mal.
Foto:
1 von 2
Bester Torschütze: Mats Henke (re.) traf elf Mal.

Der Büdelsdorfer TSV muss nach zweijähriger Zugehörigkeit seine Zelte in der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost wieder abbrechen. Daran konnten auch die häufigen Trainerwechsel im Laufe der Saison nichts ändern.

shz.de von
11. Juni 2014, 06:00 Uhr

Der Büdelsdorfer TSV muss nach zweijähriger Zugehörigkeit seine Zelte in der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost wieder abbrechen.

Der sich im Laufe der Vorrunde bereits abzeichnende sportliche Niedergang ließ sich vom vierten Coach innerhalb einer Saison, Adrian Königsmann, nicht mehr aufhalten. „Als ich hier im Herbst anfing, machte die Truppe auf mich einen grundsoliden, charakterfesten und entwicklungsfähigen Eindruck. Das stimmte mich absolut optimistisch, den Klassenerhalt schaffen zu können“, sprach Büdelsdorfs Coach zunächst von einer durchaus lösbaren Aufgabe.

In den Monaten zuvor lieferte der Club allerdings eine Trainerposse nach der anderen. Schon die Trennung von Michael Rohwedder vor der Saison kam überraschend. Dann versuchte sich Frank Kock, um nur wenige Wochen später entnervt seinen Rücktritt zu erklären. Auch dessen Nachfolger Henning Hardt blieb nicht lange. Ohne Sieg und aufgrund der Doppelbelastung als A-Jugend-Coach schmiss auch er hin.

Wie schwer die Mission Klassenerhalt für Adrian Königsmann tatsächlich werden würde, zeigte sich unmittelbar nach der Winterpause: Die 0:1-Auftakt-Niederlage im richtungweisenden Spiel gegen den Mitkonkurrenten Gettorfer SC sorgte nämlich gleich für Frust bei den Blauen. In den folgenden fünf Partien, in denen der BTSV teilweise sehr knapp und unglücklich verlor, war man jedoch selten chancenlos. Und so wollte Königsmann auch weiterhin nichts von einem Qualitätsproblem wissen. „Uns fehlten in erster Linie die Führungsspieler, die die Richtung vorgeben.“ Mannschaftskapitän und Routinier Dennis Rechner konnte diesem Anspruch beispielsweise nur bedingt gerecht werden, auch weil er nebenher die Frauenmannschaft des TuS Rotenhof coacht. Allerdings wurde nicht nur die mangelnde Erfahrung zum Problem, sondern auch die vielen, verletzungsbedingten Ausfälle. „Wir konnten über einen längeren Zeitraum nicht mehr im vollen Umfang trainieren. Gerade die Niederlagen gegen den OTSV (0:1, d. Red.), den TSV Plön (4:5, d. Red.) und den Suchsdorfer SV (2:3, d. Red.) wären durchaus vermeidbar gewesen, wenn die Mannschaft sich in einer anderen konditionellen Verfassung befunden hätte. Letztendlich sind es viele Kleinigkeiten gewesen, die in der Summe zum bitteren Gang in die Kreisliga geführt haben“, so Büdelsdorfs Übungsleiter. Der auswärtsschwächsten Mannschaft der Liga waren im Laufe der Frühjahrsserie dann auch nur noch zwei Erfolgserlebnisse vergönnt: Das 1:0 gegen den MTV Dänischenhagen und der prestigeträchtige Heimsieg gegen den Rendsburger TSV (3:1).

Trotz des Abstiegs gab es aber auch einige Gewinner im Team. So krönte Mats Henke seine starke Leistung in der Rückrunde mit insgesamt elf Treffern und avancierte damit vor Niklas Knutzen (zehn) zum besten BTSV-Torschützen. Doch nicht nur in vorderster Front sah Königsmann Lichtblicke: „Christian Wulff im Kasten war immer eine Bank und auf den jungen Matteo Philippsen als Innenverteidiger konnte ich mich stets verlassen. Auch Malte Ellwardt gebührt mein höchster Respekt, weil er sich trotz starker beruflicher Beanspruchung immer als vorbildlicher Kämpfer für sein Team erwiesen hat.“

zur Startseite
Karte

Kommentare

Leserkommentare anzeigen