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Neue Chronik : Drei Jahre geforscht und gearbeitet

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Nach unzähligen Stunden: Die Ehepaare Stiller und Rohwer präsentieren die neue Stafstedter Chronik bei einer Lesung im Gemeindehaus.

shz.de von
erstellt am 09.Dez.2013 | 12:00 Uhr

Sie ist 432 Seiten stark, in 18 Kapitel aufgeteilt und beschreibt die Geschichte der Gemeinde Stafstedt von den Anfängen bis zur Moderne. Nach Jahren intensiver Recherche stellte die vierköpfige Chronik-Gruppe im Rahmen einer Lesung im Gemeindezentrum „Alte Schule“ die Chronik der Gemeinde Stafstedt vor.

Ob Steinmesserfunde in der Feldmark, Holzdiebstahl im 18. Jahrhundert, Stafstedt zu Zeiten des Krieges oder Erlebnisse mit der Kleinbahn „Rosa“, rund drei Jahre verbrachten Gisela und Wilfried Stiller sowie Frauke und Uwe Rohwer mit dem Zusammentragen und Bearbeiten der unzähligen Daten und Informationen. Begonnen hat das Projekt „Chronik“ schon im Jahre 1990, als die damalige Lehrerin Hanna Nommels anfing, alte Bücher und Protokolle durchzuarbeiten und zu sammeln. Nommels verstarb allerdings bald, und es vergingen einige Jahre, bevor die Idee erneut aufgegriffen wurde. Man habe sich gedacht, dass Uwe Rohwer als Altbürgermeister genügend über Stafstedt wissen müsste, berichtete der jetzige Bürgermeister Hans Hinrich Neve. So erhielt Rohwer nicht nur sämtliche Unterlagen, sondern auch Unterstützung durch seine Ehefrau Frauke sowie seine Nachbarn Gisela und Wilfried Stiller, die sich gemeinsam des Projektes annahmen. Schnell kristallisierte sich Gisela Stiller als „treibende Kraft“ der Gruppe heraus, die beispielsweise sämtliche Protokollbücher der Gemeinderatssitzungen ab 1871 durchgearbeitet hat. Die Zeit, die man insgesamt investiert habe, könne gar nicht zusammengerechnet werden, betonte Gisela Stiller.

Die Lesung (Gisela Stiller) sowie der anschließende Verkauf des Buches rief großes Interesse unter den Stafstedtern hervor, sodass etwa 70 Besucher im Saal des Gemeindezentrums Platz nahmen, um einen kleinen Vorgeschmack auf die Chronik zu bekommen und später mindestens ein Exemplar zu erstehen. Die Bühne, auf der Gisela Stiller „einschneidende Begebenheiten Stafstedts“ präsentierte, glich einem gemütlich eingerichteten Wohnzimmer. Neben all den Zeugnissen der Stafstedter Historie enthält das Buch zahlreiche Fotografien, unter anderem aller alten Häuser der Gemeinde, deren teils jahrhundertelange Geschichten ebenfalls erzählt werden. Zum Ende ihrer Präsentation erklärte Gisela Stiller ihren Dank allen gegenüber, die die Gruppe während des Projektes unterstützt hätten.

Die Firma RD Druck und Verlagshaus aus Osterrönfeld, die die Chronik verlegt, hatte zur Veröffentlichung des Buches (300 Exemplare) auch den „Plattdüütschen Kalenner 2014“ mit Stafstedter Fotografien gedruckt. Beide Artikel können im Frischemarkt Thomsen und bei RD Druck erworben werden.

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