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Landeszeitung

23. Oktober 2017 | 13:57 Uhr

Drei Filme - und das Publikum wählt

vom

Kino-Center und Landeszeitung laden zur einer kostenlosen Vorstellung von Naturfilmen ein / Abstimmung über den Publikumspreis

shz.de von
erstellt am 15.Aug.2013 | 03:09 Uhr

Rendsburg | Das Naturfilmfestival Green Screen mit seinem Standort Eckernförde hat sich inzwischen einen beachtlichen internationalen Ruf erworben. Einige der besten Filme sind jetzt auch kostenlos zu sehen. In Zusammenarbeit mit dem Kino-Center in der Wallstraße präsentiert die Landeszeitung den sh:z-Publikumspreis. Der Eintritt ist kostenlos, Karten gibt es bei der Landeszeitung und im Kino-Center. Am Sonntag (18. August) werden ab 10.30 Uhr drei Naturfilme gezeigt. Nach der Vorstellung liegen Stimmzettel für die Abstimmung bereit. Freuen Sie sich auf drei tolle Filme für die ganze Familie zum Nulltarif.

The Niyodo River: A Symphony in Blue (49 Minuten) spielt in Japan. Dort gibt es einen Fluss von erstaunlicher Reinheit, der an Zeiten erinnert, als die Natur noch eine größere Rolle im Leben der Japaner gespielt hat. Der Niyodo-Fluss ist das sauberste Gewässer in ganz Japan. Das Erstaunlichste ist seine spektakuläre blaue Farbe, dort bekannt als "Niyodo-Blau". Der Film nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise durch die Jahreszeiten den Fluss entlang und zeigt eine atemberaubende Schönheit, die es so nur am Niyodo gibt.

"Ich habe diesen Film gedreht, weil ich die fundamentale Schönheit des Wassers darstellen wollte. Ich habe die bestmöglichen Drehtechniken und lyrischen Formen des visuellen Ausdrucks verwendet, um die sich ständig verändernde Farbe und Form des Wassers auf eine Art zu zeigen, die manchmal wissenschaftlich und manchmal poetisch ist. Die Dokumentation nutzt das Wasser als einen Ausgangspunkt, um die unergründliche Schönheit und Kraft der Natur zu zeigen", sagt Regisseur Yuki Saito.

Vom Kuscheln, Träumen und Schmusen - Die Sprache der Erdmännchen (44 Minuten) ist eine Produktion des Bayerischen Rundfunks. Ein Erdmännchen nach dem anderen schlüpft aus dem Bau. Sie stellen sich auf die Hinterbeine und blinzeln in die Sonne. Was aber, wenn der Tag zu Ende geht, wenn sie alle wieder in ihrem Bau verschwinden? Was passiert in der Nacht? Liegen sie alle dicht gedrängt zusammen oder einzeln im Bau? Wie träumen Erdmännchen? Erstmals ist ein Filmteam diesen Fragen nachgegangen - auch während der Nacht in ihren unterirdischen Bauten.

Sie sind die Publikumslieblinge in jedem Zoo. Erdmännchen leben in Großfamilien, in der Kalahari im Süden Afrikas. Sie stehen gemeinsam miteinander auf, einer schiebt Wache, während die anderen nach Futter suchen. Erkennt er eine Gefahr, gibt er sofort Laute von sich.

Genauso sozial geht es bei der Nachwuchsversorgung zu. Die Weibchen bringen die Jungen zur Welt und säugen sie, aber auch die Männchen dürfen als Babysitter für einige Stunden die Mutterrolle übernehmen. Gemeinsam gehen die Erdmännchen auch gegen ihre Feinde vor: Bei einem Angriff aus der Luft verschwinden sie blitzartig, bei einem Angriff einer anderen Erdmännchen-Gruppe rotten sie sich zusammen, sträuben die Haare und rücken hüpfend in einer Art Kriegstanz gegen den Feind vor.

Die Schweizer Verhaltensforscherin Dr. Marta Manser hat seit Jahren die Sprache und das Verhalten der Erdmännchen in der Kalahari studiert. Kameramann Ulrich Schramm entwickelte eine Konstruktion mit drei Kameras, die staub- und sandgeschützt in einem Unterirdischen Bau montiert wurden.

Vorpommerns Auen (45 Minuten) von Christoph Hauschild ist ein NDR-Naturfilm über eine weitgehend unbekannte Landschaft. Vorpommerns Küste zieht jährlich Millionen Besucher an. In den unzugänglichen Flusstälern lebt der seltenste Adler Deutschlands: der Schreiadler. Nur noch 100 Paare gibt es in Deutschland, 80 davon kehren aus den Winterquartieren zurück nach Vorpommern. Eine intensive Landwirtschaft und der steigende Holzbedarf haben ihm weitgehend den Lebensraum genommen.

Sonnenstrahlen dringen durch den Morgennebel über dem Fluss. Diamantengleich funkeln die letzten Tautropfen des Frühlingsmorgens an den Blüten der Orchideen. Nur einen Flügelschlag entfernt umschließt der alte Bauernwald die bunte Flusstalwiese. Hier sein Horst, dort sein Jagdrevier, seine Beute Eidechsen, Schlangen, Frösche, sein Name: Schreiadler oder auch Pommernadler, denn dort leben die meisten seiner Art in Deutschland.

Neben dem Schreiadler widmet sich der Film weiteren Themen: Nicht weit entfernt liegt zwischen dichten Mischwäldern mit alten Buchen und Eichen "Das Tal der Hirsche". Im Wildtierland der Deutschen Wildtierstiftung leben auf 1000 Hektar zahlreiche Wildtiere in ihren natürlichen Lebensräumen. Zäune und Gehege gibt es nicht. Die Tiere leben frei und folgen ihrem Rhythmus.

Der größte Strom Vorpommerns ist die Peene. Ihre Ufer sind gesäumt von bunten Stromtalwiesen und bilden einen der größten zusammenhängenden Moorkomplexe in Europa. Mächtige Biberburgen ragen an den Ufern empor. Am frühen Abend ziehen die Biberfamilien los und finden direkt vor ihrem Bau einen reich gedeckten Tisch. Auf den überschwemmten Wiesen stoßen Sumpfschwalben in Schwärme kleiner Fische, und Fischotter tauchen nach Flusskrebsen. Zieht sich das Wasser zurück, erwachen die Wiesen zu neuem Leben.

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