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Jevenstedt : Dorfbewohner als Breitband-Botschafter

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Das Startsignal für den Bau des Glasfasernetzes ist gefallen. Die Gesamtbauzeit in 42 Gemeinden wird auf drei Jahre geschätzt .

Schnelles Internet auch für den ländlichen Bereich – das ist das Ziel des Zweckverbands für die Breitbandversorgung im mittleren Schleswig-Holstein (ZBmSH). Die Planungen begannen bereits 2010. Mit einem symbolischen ersten Spatenstich wurde gestern das Startsignal für den Bau des Glasfasernetzes in den Gemeinden Jevenstedt, Hörsten, Luhnstedt, Nübbel und Schülp bei Rendsburg gegeben.

„Wenn wir gewusst hätten, welche Schwierigkeiten auf uns zukommen, hätten wir vielleicht gar nicht angefangen“, sagte der Verbandsvorsteher Hans-Hinrich Neve gestern vor zahlreichen Gästen, die sich am zukünftigen Technikstandort in der Straße Tinnstücken in Jevenstedt zum ersten Spatenstich eingefunden hatten. Neve berichtete, dass die GVG Glasfaser GmbH nach einer europaweiten Ausschreibung seit Juni 2013 Vertragspartner für die Planung und den Bau des Glasfasernetzes ist. Zusätzlich bietet die GVG die Breitbandprodukte Telefonie, Internet und Fernsehen an und vermarktet diese Dienstangebote mit der Marke „nordischnet“.

Obwohl die angestrebte Anschlussquote von 60 Prozente der Haushalte in den fünf Gemeinden des 1. Bauabschnitts nicht ganz erreicht wurde, gaben der Zweckverband und die GVG grünes Licht für den Bau.
Dieses Signal habe eine Welle in den Gemeinden des 2. Bauabschnitts hervorgerufen, freute sich Neve über die große Resonanz in Bargstall, Sophienhamm, Königshügel, Friedrichsholm, Elsdorf-Westermühlen, Christiansholm, Hohn, Friedrichsgraben und Lohe-Föhrden. „Hier ist die Quote schon übererfüllt“, machte der GVG-Geschäftsführer Matthias Winter deutlich. Wie Neve zeigte er sich davon überzeugt, dass die „Breitband-Botschafter“, Bürger der Gemeinden, für das erfolgreiche Marketing verantwortlich seien. „Bei Fremden wären die Türen verschlossen geblieben“, sagte Neve. Ein erster Vermarktungs-Versuch mit dem Anbieter Filiago war 2013, wie berichtet, gescheitert.

Als maximale Bauzeit für die Verlegung der Glasfaserkabel in den fünf Gemeinden gibt die GVG zwölf Monate an. Wie schnell der Ausbau voranschreiten kann, hänge entscheidend von den Kapazitäten der Tiefbauunternehmen ab. Weil Jevenstedt als Technikstandort vorgesehen ist, wird dort mit der Kabelverlegung begonnen. Bereits vor Weihnachten, so Winter, könnten die ersten Haushalte angeschlossen sein.

Abteilungsleiter Dr. Hans-Hartmut Euler, der in Vertretung von Wirtschaftsminister Reinhard Meyer nach Jevenstedt gekommen war, betonte, dass ein Breitbandnetz ein „unglaublicher Wirtschaftfaktor“ sei. „Wer kein schnelles Internet bieten kann, hat einen Standortnachteil.“ „Das Glasfasernetz ist dringend notwendig“, betonte Jevenstedts Bürgermeister Dieter Backhaus. Die erste Frage von Interessenten von Baugrundstücken sei die Frage nach schnellem Internet. „Ich bin froh, dass es jetzt endlich losgeht“, sagte Backhaus.

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