Handball-SH-Liga : Doppelter Moreau führt Westerrönfeld zum Sieg

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Beim 39:34-Erfolg gegen Tills Löwen stehen Vater Frank und Sohn Philip gemeinsam auf dem Feld.

shz.de von
26. Januar 2015, 06:36 Uhr

29 Jahre ist ein gutes Handballeralter. Als Frank Moreau 29 Jahre alt war, wirbelte der Zweimetermann für den Büdelsdorfer TSV in der Regionalliga. Im selben Jahr wurde Joschka Bünger geboren. Gestern standen beide gemeinsam für die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg auf dem Spielfeld und erkämpften gegen die HSG Tills Löwen einen 39:34 (19:17)-Sieg.

50 Minuten lang half Moreau, der eigentlich Co-Trainer ist, dabei, die Abwehr zu stabilisieren, am Ende sogar gemeinsam mit seinem Sohn Philip. Der konnte nach längerer Erkrankung endlich wieder mitmachen und komplettierte den Moreau´schen Doppelblock. „Uns fehlte Magnus Hannemann, sodass wir keinen nominellen Verteidiger für die Mitte hatten. Da kam ich auf Frank, der sofort einwilligte“, erklärte Trainer Volker Paul und stellte seinem Co. gleich Bestnoten aus. „Man merkt seine Erstligaerfahrung deutlich. Er hat die Abwehr sehr gut organisiert“, so Paul. Trotzdem waren die Löwen nicht leicht zu bändigen und führten sogar mit 11:10, ehe Westerrönfeld zur Pause einen leichten Vorsprung mit in die Kabine nahm (19:17). Immer wieder bereitete Moritz Molt, ehemaliger Bad Schwartauer Zweitligaspieler, der HSG Probleme. Insgesamt war er mit zwölf Toren zu keiner Zeit wirklich in den Griff zu bekommen. „Ich musste lange rumprobieren, um die passende Abwehrformation zu finden“, gab Paul zu.

Kurz nach der Pause hatte er sie entdeckt. Im 5+1 mit Niklaas Seehase als auf Molt orientiertem Vorgezogenen kam Westerrönfeld ins Rollen. Andreas Tietjens hielt im Tor überragend und seine Vorderleute schraubten das Ergebnis bis Mitte der zweiten Hälfte auf bis zu 35:27 hoch. Als Spielmacher sorgte Jens-Christian Woldt nicht nur für Torgefahr, sondern setzte seine Nebenleute ebenfalls sehr gut in Szene. Einer davon war der A-Jugendliche Christopher Sawitzki, der auf Halblinks spielen durfte und vier Tore warf. „Er hat eine sehr gute Leistung gezeigt“, lobte Paul, der nach der hohen Führung bunt durchwechselte, sodass die Gastgeber noch die 30-Tore-Marke knackten. Auf einen doppelten Moreau-Innenblock müssen sich die Gegner aber in der Zukunft nicht vorbereiten. Philip wird zwar nun wieder fest mit dabei sein, der Einsatz seines Vaters allerdings ist nicht weiter geplant. „Das war nur eine besondere Maßnahme, weil Magnus Hannemann nicht da war. Sie hat allerdings sehr gut funktioniert“, so Paul.

HSG Schülp/Westerrönfeld/RD: Martensen, Tietjens – Hartwig, Pieper (6/1), Petriesas (4), Woldt (6), Seehase (5), Cardis (7), Ranft (8), Sievers, F. Moreau, Sawatzki (3), P. Moreau, Bünger.

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