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Landeszeitung

16. Dezember 2017 | 12:35 Uhr

Hohenwestedt-Woche : Doppelter Kulturgenuss

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Gleich zwei Ausstellungen gab es zum Auftakt der Hohenwestedt-Woche: Kunst im Garten und eine Sonderschau zum Chor. Der Gesangverein Hohenwestedt feiert sein 170-jähriges Bestehen.

Mit zwei Ausstellungseröffnungen begann am Sonnabend die 45. Hohenwestedt-Woche. „Wir haben uns intensiv mit dem Regenradar beschäftigt“, berichtete Heino Redinger vom Künstlerkreis Hohenwestedt, als er um 11 Uhr damit begann, die Ausstellung „Kunst im Garten“ aufzubauen.

Zum dritten Mal gehörte die Open-Air-Veranstaltung des Künstlerkreises zum Programm der Hohenwestedt-Woche. Die Premiere hatte 2011 wegen Regenwetters abgeblasen werden müssen, 2012 konnten die Kunstwerke immerhin vier Stunden lang gezeigt werden, ehe es zu regnen anfing. „Ab jetzt soll kein Regen mehr nachkommen“, verkündete eine optimistische Ursula Busse zum Auftakt von „Kunst im Garten“ 2013, und zunächst schien sich das Wetter auch ganz im Sinne der Künstler zu entwickeln. „Wenn die Sonne auf das Bild fällt, hat das eine ganz andere Wirkung, als wenn es von Lampen angestrahlt wird“, freute sich Sigrid Mittl über die Effekte des Sonnenlichts auf einem ihrer Gemälde. „In unserem Kreis entstehen viele Blumen- und Landschaftsbilder“, stellte Gastgeber Redinger fest, „da bietet es sich ja an, diese Gemälde mal in diesem Ambiente zu zeigen.“

Um 12.45 Uhr mussten die Exponate allerdings zum ersten Mal vor dem Regen in Sicherheit gebracht werden, und nach zwei weiteren Schauern wurde „Kunst im Garten“ wie schon 2012 auch diesmal wieder vorzeitig beendet. Was Redinger eigentlich gut in den Zeitplan passte, denn als Vorsitzender des Museumsverein musste er um 15 Uhr auch bei der zweiten Ausstellungseröffnung des Tages dabei sein: der Eröffnung der Heimatmuseumssonderschau „170 Jahre Gesangverein Hohenwestedt“.

„Heimatverbundenheit und Schleswig-Holstein-Bezogenheit gehören auch heute noch dazu“, vermerkte Redinger, nachdem der gemischte Chor des Hohenwestedter Gesangvereins „Wunderschöner Norden“ gesungen hatte. Bei der Gründung im Jahre 1843 war der Chor reine Männersache gewesen. „Da waren Frauen ausgeschlossen“, sagte Redinger mit Blick auf das ganz gegenteilige Geschlechterverhältnis im aktuellen Chor, der mit 24 Sängerinnen und neun Sängern zur Ausstellungseröffnung angerückt war. Redinger und Scheinpflug machten Werbung für die Jubiläumsshow des Gesangvereins am kommenden Donnerstag (20 Uhr, Sport- und Jugendheim), und der Chor sang ein Lied, das er auch beim Showabend singen wird: „Einmal um die ganze Welt.“

Nicht ganz so weit, aber immerhin eine Dreiviertelstunde durch den Ort führte der Laternenumzug, mit dem um 20 Uhr das Abendprogramm des Auftakttages begann. Begleitet vom Feuerwehrmusikzug Hohenwestedt und vom Spielmannszug des MTSV Hohenwestedt, machten sich die kleinen Laterneläufer und deren Eltern im Park Wilhelmshöhe auf den rund 40-minütigen Marsch, der sie über Kieler Straße, Lehrberg, Feldstraße, Billundstraße und Mühlenstraße wieder zurück zum Park führte, wo alle weiteren Programmpunkte des Eröffnungstages der 45. Hohenwestedt-Woche stattfanden: Park- und Weinfest, Feuerwerk und Disco.



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