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Pferdehof : Doppelmord in Haale: Verteidigung fordert Haftentlassung

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Er soll zwei Frauen kaltblütig ermordet haben. Doch es gibt nur Indizien. Die Verteidigung fordert die Aufhebung des Haftbefehls.

shz.de von
erstellt am 04.Dez.2015 | 17:11 Uhr

Kiel | Auch ein Brandsachverständiger hat im Prozess um den Doppelmord an zwei Frauen auf einem Pferdehof in Haale (Kreis Rendsburg-Eckernförde) die Tatumstände nicht weiter erhellen können. Er könne weder Beginn noch die Dauer des Feuers zeitlich festlegen, in dem die Leichen der Hofbesitzerin und ihrer Mutter verbrennen sollten, sagte der Experte des Landeskriminalamtes in Kiel am Freitag vor dem Kieler Landgericht.

Wegen des Doppelmordes an der 57-jährigen Hofbesitzerin und ihrer 83 Jahre alten Mutter muss sich ein hochverschuldeter 29-jähriger Kfz-Mechatroniker verantworten. Ihm droht eine lebenslange Freiheitsstrafe. Er soll die Frauen im Streit um 7900 Euro für einen bezahlten, aber von ihm nicht gelieferten Transporter getötet haben.

Zuvor beantragten die beiden Verteidiger des 29-jährigen Angeklagten die Aufhebung des Haftbefehls. Die Spurenlage reiche nicht aus, um einen dringenden Tatverdacht gegen den Kfz-Mechaniker zu begründen. Der Automechaniker soll die beiden Frauen im Streit um 7900 Euro kaltblütig und hinterrücks ermordet haben. Gegenüber der Polizei bestritt er die Tat. Vor Gericht schweigt er. Seine Verteidiger wollen Freispruch erreichen. Auch, weil zwei Freunde dem 29-Jährigen ein Alibi geben. Wie glaubwürdig das ist, müssen die Richter entscheiden.

Ein Autofahrer hatte am 18. November 2014 auf dem Hof Rauch und hochschlagende Flammen bemerkt. Die Feuerwehr fand im Stall die Leichen der 57-jährigen und ihrer 83-jährigen Mutter. Sie waren mit Stroh und Treibstoff überschüttet worden.

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