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Landeszeitung

17. Oktober 2017 | 14:10 Uhr

Handball-Oberliga : Doch oberligatauglich

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die HSG Eider Harde schlägt die SG Hamburg-Nord mit 35:30.

Sie können es ja doch! Die Oberliga-Handballer der HSG Eider Harde haben mit einer souveränen Leistung die Gäste von der SG Hamburg-Nord in die Schranken gewiesen. Nach 60 weitgehend einseitigen Minuten triumphierten die Hausherren mit 35:30 (20:14). Die Mannschaft von Trainer Christian Voß erlangte nach Abpfiff eine völlig neue Erkenntnis. Zum ersten Mal überhaupt gewannen die Eider-Handballer in dieser Saison ein Spiel, das sie zuvor dominiert hatten. Zwischenzeitlich lagen die Gastgeber mit elf Toren in Front. Alte Tugenden wurden wiederentdeckt: Tempogegenstöße und zweite Welle.

„Das war ein überragender Sieg, auch wenn wir zum Schluss ein paar viele Fehler gemacht haben und höher hätten gewinnen müssen. Für mich war es schön zu sehen, wie sich bei den Jungs die Handbremse gelöst hat“, bilanzierte Voß, dem im vierten Spiel als HSG-Coach der erste Sieg gelang – für ihn höchstens eine Randnotiz: „Ich freue mich vor allem für die Mannschaft. Es macht Spaß, Zeit mit den Jungs zu verbringen. Ich fühle mich hier richtig wohl.“

Der Erfolg hatte jedoch einen Haken. Er kommt wahrscheinlich zu spät, um den Klassenerhalt doch noch packen zu können. Zumal auch der MTV Herzhorn beim St. Pauli gewann und der Abstand auf die Nichtabstiegzone nach wie vor sieben Punkte beträgt bei nur noch zehn zu vergebenden Zählern. Die HSG-Führung plant ohnehin schon für die SH-Liga.

Christian Voß, der nur bis Saisonende bei der HSG bleiben wird, sieht sich in der Verantwortung. Gemeinsam mit Bald-Trainer Thomas Carstensen führt er bereits Einzelgespräche mit Spielern: „Ich stehe im Kontakt mit Thomas und treffe auch Personalentscheidungen in seinem Geiste.“ Soll heißen: Spieler, die künftig eine Rolle bei der HSG spielen sollen, werden in den restlichen Partien verstärkt eingesetzt. Konkretes Beispiel: der 19-jährige Jannek Brown. Voß gewährte dem Halblinken viel Spielzeit. Brown bedankte sich mit sieben Toren. „Browni hat das, was wir von ihm wollen, in großen Teilen toll umgesetzt“, lobte Voß.

Auch die These von Teamkapitän Jörg Gosch bewahrheitete sich. Er sagte vor der Begegnung, dass die HSG von der Besetzung keineswegs schlechter sei als Hamburg-Nord, allerdings die deutlich schlechtere Saison gespielt habe. Am Sonnabend bewies die HSG ihre Oberliga-Tauglichkeit.

HSG Eider Harde: Treziak, Dobratz - Brown (7), Oettershagen, Behmer (2), Gosch (9/5), Plöhn (2), Oeltjen (10), Hell, Bendixen (1), Thöming (3), Petersen (1), Reinsch.

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