zur Navigation springen

Prozess in Rendsburg : Dobermann „Adolf“ biss Kind – Geldstrafe für Halter

vom

Die Elfjährige wollte nur spielen. Doch der Hund schnappte zu. Das Amtsgericht Rendsburg verurteilte einen 31-Jährigen.

Rendsburg | Beim Spielen mit Seifenblasen biss der Dobermann-Rüde „Adolf“ zu und verletzte eine Elfjährige erheblich. Dafür muss sein Besitzer nun 1000 Euro Geldstrafe sowie 3000 Euro Schmerzensgeld zahlen. Das entschied das Amtsgericht Rendsburg am Dienstag. Es verurteilte den 31 Jahre alten Angeklagten wegen fahrlässiger Körperverletzung und Verletzung der Aufsichtspflicht.

Die Elfjährige hatte den Dobermann Mitte September 2013 aus der Wohnung der Lebensgefährtin des Angeklagten in Hohenweststedt geholt, obwohl sie wusste, dass sie mit dem Tier nur im Beisein von Erwachsenen spielen durfte. Während sie im Hof Seifenblasen pustete, schnappte der Hund danach. Dabei biss er sie in den Arm und, als sie fiel, auch in die Unterschenkel.

Mindestens eine der bis zu acht Zentimeter langen Wunden bleibt dauerhaft sichtbar und bereitet dem Kind Schmerzen, stellte das Gericht fest. Es hielt dem Angeklagten vor, dass seine Vorsichtsmaßnahmen nicht ausgereicht hätten. So hatte der landwirtschaftliche Helfer den Hund tagsüber während seiner Arbeitszeit seiner Partnerin zur Betreuung übergeben. Zudem wurde der Rüde in der Wohnung eingeschlossen, weil er von allein Türklinken niederdrücken konnte. Das Mädchen hatte ihn aber befreit und mit hinausgenommen.

Das Tier soll zuvor immer wieder mit bis zu 15 Kindern gespielt haben, ohne dass etwas passierte. Laut Anklage gab es aber bereits im März 2013 Beschwerden über das Tier, das ohne Aufsichtsperson den Verkehr behindert und Passanten belästigt haben soll.

zur Startseite

von
erstellt am 23.Sep.2014 | 16:51 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen