Feuerwehr Rendsburg : Diskussion um eine zusätzliche Wache

Die Wache in der Herrenstraße entspricht nicht den  heutigen Anforderungen  und kann auch nicht nachgerüstet werden.
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Die Wache in der Herrenstraße entspricht nicht den heutigen Anforderungen und kann auch nicht nachgerüstet werden.

Ein kleiner, zweiter Bau statt eines großen Neubaus – das ist eine neue Variante für die Feuerwache. Der Bauausschuss will am Dienstag ein externes Planungsbüro mit der Überprüfung dieser Ideen beauftragen.

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04. Juli 2014, 18:20 Uhr

Jetzt holen sich die Stadtvertreter externen Sachverstand. Für die Sitzung des Bauausschusses am Dienstag steht wieder einmal die Feuerwache auf dem Programm – doch dieses Mal mit einer neuen Idee. Geprüft werden soll, ob es möglich ist, die Rendsburger Wehr auf zwei Standorte zu verteilen. Das würde bedeuten: Eine neue, kleinere Wache zusätzlich zu dem bestehenden Gebäude in der Herrenstraße.

In den vergangenen Wochen waren der ehemalige Güterbahnhof hinter der Nordmarkhalle, die Feldwebel-Schmid-Kaserne und das südliche Ende des Willy-Brandt-Platzes als Neubauflächen für eine große Wache im Gespräch. Die letzte Variante „ist vom Tisch“, erklärt Frank Thomsen. Lärmbelästigung für die Anwohner und Einschränkungen für die Schausteller sind hier also nicht mehr zu fürchten.

Die Gelände von Kaserne und Ex-Güterbahnhof sind aber nach wie vor aktuell. Neu hinzu gekommen ist das Bundeswehrdienstleistungszentrum in der Kaiserstraße. Alle drei sollten als zusätzliche Standorte überprüft werden. Grund für die Überlegungen einer zweiten Wache ist die Tatsache, dass sich der alte Bau nicht an die neuen gesetzlichen Anforderungen anpassen lässt (zum Beispiel breitere Garagen für die Wagen) und das Gelände und Kosten für einen großen Neubau bisher nicht zu realisieren waren.

Die neue, kleinere Wache könnte dann die großen Wagen aufnehmen, die übrigen würden nach wie vor in der Herrenstraße stationiert sein. Aber: „Funktioniert das?“, fragt sich Frank Thomsen. „Das ist definitiv nicht Wunsch der Feuerwehr“, entgegnet Wehrführer Gerrit Hilburger. Und fügt hinzu: „Dadurch wird das Leben für die Feuerwehr nicht einfacher“.

Darum ist nun ein neutraler Dritter gefragt: Ein Fachplanungsbüro, das auf den Bau von Feuerwehrgebäuden spezialisiert ist, soll die Sachlage prüfen und eine Empfehlung abgeben. Dieser Schritt wird vom Wehrführer begrüßt, in der Hoffnung, dass das Büro „zu den selben Erkenntnissen kommt wie wir“. Und diese lauten unter anderem: Die Feldwebel-Schmid-Kaserne kommt als Standort nicht in Frage, weil sie außerhalb der Hilfleistungsfrist liegt (wie die Landeszeitung bereits im November 2013 berichtete). Innerhalb von zwölf Minuten muss der Einsatzort erreicht sein.

Die Idee, die Wehr aufzuteilen für den Norden (Kaserne) und den Süden (Herrenstraße) sei ein Konzept, das auch in anderen Städten angewendet wird, die durch eine Verkehrsachse oder einen Fluss geteilt würden, erklärt Hilburger. Das Manko: Im Rendsburger Norden wohnen und arbeiten kaum Mitglieder der Wehr. Außerdem werde eine gespaltene Truppe nicht stärker, so der Feuerwehrchef, sondern eher schwächer. Das gilt auch für den Fall, dass der ehemalige Güterbahnhof oder das Bundeswehrdienstleitungszentrum zweiter Standort werden würden. Für Hilburger wäre es dagegen ein Lösung, das Parkdeckgelände hinter der bisherigen Wache mit einzubeziehen.

Aber jetzt wird erst einmal einem externen Büro ein Auftrag erteilt. Die Ergebnisse sollen im Herbst vorliegen, so dass sie in die Haushaltsberatungen 2015 einfließen können.

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