Direkter Einfluss

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15. Mai 2013, 03:59 Uhr

Angesichts des halb gefüllten Saales wurden bange Fragen nach der Wahlbeteiligung am 26. Mai laut: Nicht ausgeschlossen, dass dann noch weniger Rendsburger ihre Stimme abgeben als vor fünf Jahren. Schon damals wurde heftig über die 39,6 Prozent geklagt.

Die Gründe für das Desinteresse sind vielfältig: Das vage Gefühl, mit seiner Stimme nichts ausrichten zu können und die Befürchtung, dass die gewählten Vertreter später ohnehin machen, was sie wollen, mögen dafür eine Rolle spielen. Allerdings gibt es auch die weit verbreitete Meinung, die Wahl von Kommunalparlamenten wie der Ratsversammlung bzw. Stadt- oder Gemeindevertretung sei eher unwichtig. Dabei ist genau das Gegenteil der Fall. Wer von den Bürgern in ein solches Gremium gewählt wird, entscheidet stellvertretend über die Dinge, die ganz unmittelbar das Leben der Menschen bestimmen: Über die Bereitstellung von Kita-Plätzen, den Ausbau von Straßen, den Erhalt von Bädern und die Unterstützung von Vereinen. Mit ihrer Stimme üben die Bürger direkten Einfluss aus. Und dieses Chance sollte niemand ungenutzt verstreichen lassen.

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