Ausgezeichnet : Diese Schülerzeitung ist Spitze

Erst 15 Jahre alt, aber schon Chefredakteurin: Herderschülerin Britt Sievers mit der Ausgabe, die die Landesjury des Schülerzeitungswettbewerbs überzeugte.
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Erst 15 Jahre alt, aber schon Chefredakteurin: Herderschülerin Britt Sievers mit der Ausgabe, die die Landesjury des Schülerzeitungswettbewerbs überzeugte.

„Weisse Brücke“ der Herderschule bei Landeswettbewerb ausgezeichnet

shz.de von
13. Februar 2018, 10:51 Uhr

Die „Weisse Brücke“ der Herderschule hat beim Schülerzeitungswettbewerb des Landes in der Kategorie „Gymnasien und Gemeinschaftsschulen mit Oberstufe“ den dritten Platz erreicht, hinter der Gemeinschaftsschule Probstei Schönberg mit der Zeitung „Grips“ und der Kieler Gelehrtenschule („Papyrus“). Bei einer Feierstunde im Landeshaus würdigte Bildungsministerin Karin Prien die Leistungen aller Schülerzeitungsredaktionen. Jede der Publikationen sei ein Lehrstück über den Wert von sorgfältiger Recherche, von publizistischer und kreativer Freiheit und Meinungsvielfalt, so die Ministerin.

Die preiswürdige „Weisse Brücke“-Ausgabe erschien im Sommer. Sie wurde verantwortet von den Chefredakteurinnen Britt Sievers (neunte Klassenstufe) und Lilly Gebert, die kurz zuvor die Abiturprüfung erfolgreich absolviert hatte. Für die Redaktion herausfordernd, war der Generationswechsel. Nur noch wenige erfahrene Redakteure sind dabei. Fünft- und Sechsklässler rückten nach – und stellten ihr journalistisches Talent unter Beweis. Britt Sievers: „Die jungen Redakteure haben das sehr gut gemacht.“

Mit dem frischen Wind in Sachen Personal bekam auch die „Weisse Brücke“ selbst neues Leben eingehaucht. Der Jury dürfte das frische Layout gefallen haben. Hatte die „Weisse Brücke“ früher das Erscheinungsbild eines ungemachten Bettes, ist das neue Layout übersichtlich und strukturiert. Themen und Darstellungsformen glänzen durch Vielseitigkeit. Interviews, Vergleiche, Rätsel, Zitate, alles drin.

Schulleiter Dieter Anders freut sich mit der Redaktion über die Auszeichnung. „Diesem jungen Team ist es gelungen, das inhaltliche Niveau der Zeitung zu halten“, sagt er. Dass die Integration der jüngsten Schüler so gut funktioniert hat, sei auch auf das große Engagement seiner Kollegin Katharina Engelbrecht zurückzuführen, die die Redaktion berät. Beratung bedeutet aber keineswegs Zensur. Schulleiter Anders jedenfalls will den Kindern und Jugendlichen keine inhaltlichen Schranken setzen. Das sei nicht nötig, denn die Schüler seien sehr verantwortungsbewusst. Anders: „Ich lese die Texte erst, wenn sie erschienen sind.“

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