zur Navigation springen

Menschen des Jahres : „Diese Hilfe ist nicht selbstverständlich“

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Einsatz für einen behinderten Mitarbeiter: Leser der Landeszeitung wählen Lorenz und Michaela Frahm zu „Menschen des Jahres“.

Eigentlich hätte jeder von ihnen den ersten Platz verdient gehabt. Bürgermeister Pierre Gilgenast sprach gestern Abend im sh:z-Druckzentrum aus, was sicherlich viele dachten: Fünf Bürger, die sich für andere einsetzen, hatte die Redaktion der Landeszeitung für die Wahl zum „Menschen des Jahres“ nominiert. Am Ende lag ein Ehepaar knapp vorn: Lorenz und Michaela Frahm aus Hamdorf erhielten die meisten Stimmen und vertreten unsere Region beim Landesentscheid. Die überregionale Abstimmung beginnt am 6. Dezember.

Rund 50 Gäste nahmen an der Feierstunde teil. Redaktionsleiter Dirk Jennert begrüßte zahlreiche Vertreter des öffentlichen Lebens, darunter Kreispräsident Lutz Clefsen, Rendsburgs Stadtpräsidentin Karin Wiemer-Hinz sowie die Bürgermeister Jürgen Hein (Büdelsdorf) und Holger Diehr (Fockbek). Die Vereine und Verbände waren vertreten durch Hans Valdorf, Vorsitzender der Rendsburger Bürgerstiftung. Die Wirtschaft wurde repräsentiert von ACO-Chef Hans-Julius Ahlmann, Jens van der Walle vom Unternehmensverband Mittelholstein, Stadtwerke-Chef Helge Spehr und dem Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung, Pascal Ledune.

Die Laudation auf die Gewinner Lorenz und Michaela Frahm hielt Rendsburgs Bürgermeister Pierre Gilgenast. Beide haben einen 650 PS starken Maishäcksler behindertengerecht umgebaut, so dass er von einem schwerbehinderten Menschen bedient werden kann. Der Rollstuhlfahrer Ralf Schimmer – seit einem Unfall vor zwei Jahren querschnittsgelähmt – fährt die Maschine ohne Probleme. Gilgenast sprach dem Ehepaar seinen großen Respekt aus. Auf beeindruckende Weise hätten sich die Frahms für einen behinderten Menschen eingesetzt und damit unterstrichen, was oft in Vergessenheit gerate: „Jeder Mensch, ob körperbehindert oder nicht, ob jung oder alt, hat einen großen Wert für die Gesellschaft, auf keinen können und wollen wir verzichten.“ Gilgenast gratulierte auch den anderen drei Kandidaten: Wolfgang Berndt, der den Canal-Cup weiterentwickelt und zur bundesweiten Bekanntheit verholfen habe; Birthe Ley-Thöming, Organisatorin des jährlichen Pop- und Gospelfestivals in der Christkirche mit zehn Chören und 1600 Beteiligten; und Heiko Mielke, der seine Urlaube nutzt, um in Krisenregionen gute Laune zu verbreiten. Vor Kindern und Jugendlichen tritt er als Clown auf.

Das Ergebnis der Abstimmung, an der sich 1200 Leserinnen und Leser beteiligten: Auf das Ehepaar Frahm entfielen 36,4 Prozent der Stimmen, auf Heiko Mielke 34,3 Prozent, auf Birthe Ley-Thöming 21 Prozent und auf Wolfgang Berndt 8,3 Prozent.

zur Startseite

von
erstellt am 26.Nov.2014 | 11:27 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert