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Landeszeitung

17. Oktober 2017 | 21:42 Uhr

"Dies ist eine einmalige Chance"

vom

Breitband-Zweckverband im mittleren Schleswig-Holstein formiert sich neu

shz.de von
erstellt am 16.Aug.2013 | 03:09 Uhr

Jevenstedt | Das Projekt, im mittleren Schleswig-Holstein flächendeckend eine Breitbandversorgung mit Glasfaserkabeln einzurichten, schreitet voran. Am Mittwoch trafen sich die beteiligten Amtsvorsteher der Ämter Jevenstedt, Hohner Harde, Eiderkanal und Fockbek sowie der Amtsdirektor des Amtes Mittelholstein im Amtshaus in Jevenstedt, um die weitere Vorgehensweise zu erörtern und den Verbandsvorsteher sowie dessen Stellvertreter zu wählen.

Einstimmig bestätigt im Amt wurde Vorsitzender Hans Hinrich Neve. Zu seinen Stellvertretern wählte sie Versammlung Raimer Kläschen (Amt Eiderkanal) und Rudolf Ehlers (Amt Fockbek). Dirk Reese (Hohner Harde) übernahm den Vorsitz des Rechnungsprüfungsausschusses.

In Sachen Breitband sei man auf einem guten Weg, konstatierte Neve, warnte allerdings vor Schnellschüssen. Trotzdem habe er Verständnis dafür, dass man nach der Auftragsvergabe nun in den Gemeinden auf die nächsten Schritte warte, sagte Neve.

Aktuell sei man dabei, die ersten beiden Bauabschnitte nach technischen, wirtschaftlichen sowie Marketing-Gesichtspunkten zu klären, berichtete der leitende Verwaltungsbeamte Dietmar Böhmke. Wenn die Startgebiete geklärt seien, könne man Tarife abstimmen, um damit in die Werbung zu gehen, betonte er. Für den weiteren Verlauf sind Info-Flyer für Anwohner sowie Informationsveranstaltungen geplant. Bis Ende des Jahres will man einmal in jeder Gemeinde gewesen sein. Damit das Projekt Breitbandversorgung funktioniert, wird eine Gesamt-Anschlussquote von 60 Prozent benötigt.

In einigen Gebieten werde auch die Telekom aktiv. Das sei ein "Störfeuer", stellte Stefan Landt fest. Da diese aber das Glasfaserkabel nicht bis ins Haus legen würde, wie es der Zeckverband vorhabe, könne man über die Telekom keine 50-Mbit-Leistung erreichen. Der Zweckverband biete eine einmalige Chance für flächendeckendes Glasfaser, was auch zur guten Infrastruktur in den Gemeinden beitrage, so Landt weiter: "Rein kommerzielle Anbieter picken sich nur die Rosinen heraus. Man sollte die Telekom mal fragen, wann sie Breitband in Thaden zur Verfügung stellen."

Böhmke prophezeite: "Wenn das jetzt nicht klappt, wird es kein flächendeckendes Glasfaser bei uns geben. Dies ist eine einmalige Chance."

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