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Basketball-Landespokal : Die Zukunft muss noch warten

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die junge Garde des MTSV Hohenwestedt unterliegt dem Kieler TB im Halbfinale des Basketball-Landespokals mit 43:65.

von
erstellt am 23.Feb.2015 | 05:58 Uhr

Eines der schönsten Fußballerzitate stammt von dem ehemaligen englischen Starkicker David Beckham. „Das war die Vergangenheit, aber jetzt sind wir in der Zukunft“, hatte er einst zum Besten gegeben. Eine Aussage, die sich auf die Situation der Basketballerinnen des MTSV Hohenwestedt übertragen lässt.

Im Sommer hat der Verein einen großen personellen Schnitt gemacht und setzt verstärkt auf den Nachwuchs. Den vielen jungen Talenten gehört zweifelsohne die Zukunft. Nach dem freiwilligen Rückzug in die Oberliga überlegen sie beim MTSV derzeit, ob ein sofortiger Wiederaufstieg sinnvoll wäre. Das Halbfinale im BVSH-Landespokal gegen den Tabellenzweiten der 2. Regionalliga, Kieler TB, hatte Hohenwestedts Trainer Henning Schemann zum Testlauf erkoren: „Das wird eine Stadortbestimmung für unseren jungen Spielerinnen. Dabei wird sich zeigen, ob eine Rückkehr in die Regionalliga Sinn macht.“ Bei der 43:65 (14:18, 20:31, 33:49)-Niederlage lieferte das „Fohlen-Team“ des MTSV eine gute Leistung, aber es wurde deutlich: Die Zukunft beim MTSV muss noch etwas warten.

Henning Schemann wollte sich anschließend dann auch keinerlei Illusionen hingeben. „Nach diesem Spiel, würde ich sagen, dass besser wäre, wenn wir noch ein Jahr in der Oberliga bleiben und gut trainieren. Dann denke ich, dass wir in der zweiten Regionalliga auch wieder eine gute Rolle spielen können“, sagte er. Gegen das Spitzenteam aus der Landeshauptstadt wurde deutlich, dass er mit dieser Einschätzung richtig zu liegen scheint. Ohne Frage haben Spielerinnen wie Johanna Voß (13), Ida Behrens (14), Julia Hinrichsen (17), Lisa Jarausch(18) und Alicia Hauschildt (16) das Potenzial. Was fehlt, sind in erster Linie die Erfahrung und die Konstanz in ihrem Spiel. So waren es gegen den KTB in der ersten Halbzeit Annika Krüger (35) und Kathrin Ohrt (27), die das Spiel des MTSV trugen und dafür sorgten, dass es der Rückstand nicht zu groß wurde. „Die beiden halbe viele Impulse gesetzt“, so Schemann, der mit den erkrankten Geertje Redinger und Martha Laessing auf zwei erfahrene Spielerinnen verzichten musste.

Erst nach dem Seitenwechsel wurde der MTSV-Nachwuchs mutiger. „Da haben sie sich dann freigeschwommen und in der Defensive viel beherzter zugepackt“, erklärte Hohenwestedts Coach, der insgesamt nicht unzufrieden mit dem Auftritt seines Teams war. „Diese Niederlage mit nur 22 Punkten Rückstand gegen eine Spitzenmannschaft ist schon in Ordnung.“

Eine Entscheidung über den sportlichen Weg des MTSV, der die Oberliga souverän anführt, steht noch aus, aber Schemann findet: „Man könnte es zwar erzwingen, aber über kurz oder lang würde einige Spielerinnen aus Frustration über den vermeintlichen Misserfolg aufhören.“ Er will das zarte Pflänzchen der aufkeimenden Jugendarbeit nicht gleich wieder plattwalzen. „Die Erinnerung an die letzte Saison in der 2. Regionalliga ist noch frisch“, sagt er. Dabei hatte es eine Niederlage nach der anderen für den MTSV gegeben.

So zeichnet sich eine weiteres Aufbaujahr in der Oberliga ab. Denn beim MTSV Hohenwestedt wollen sie nicht zurück in die Vergangenheit, sondern zurück in die Zukunft.

MTSV Hohenwestedt: Ohrt (10), Voß, Behrens (1), Storm (10), Krüger (18/1x3), Lück, Hinrichsen, Jarausch, Wenzel (2), Hauschildt (2).

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