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Landeszeitung

23. Oktober 2017 | 23:20 Uhr

Die vielen Facetten der Andersartigkeit

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Theater und Kommunales Kino widmen sich dem Schicksal von Asylbewerbern / Am Freitag und Sonnabend Musik, Filme und Aufführungen

shz.de von
erstellt am 26.Mai.2014 | 12:54 Uhr

Grenzen entstehen nicht nur zwischen Ländern, sondern auch in den Köpfen und in der Gesellschaft – wer anders ist, wird viel zu häufig ausgegrenzt. Daher stehen in dieser Woche zwei Tage in den Kammerspielen und im Kommunalen Kino unter dem Motto „Grenzenlos“. Am Freitag und Sonnabend, 30. und 31. Mai, soll es eine facettenreiche Begegnung unterschiedlicher Menschen mit Hilfe verschiedener Medien geben. „Wir wollen die Leute sensibilisieren. Gerade zu Zeiten, in denen viele Asylanten Zuflucht suchen“, betonte Schauspieldirektor Wolfram Apprich. Das Theater biete dafür die perfekte Bühne. Rosana Trautrims leitet eine Theatergruppe von, mit und für Asylbewerber. Ihr Projekt „Der Weg zur Freiheit und zurück“ soll ihnen die Möglichkeit geben, ihre Geschichte zu erzählen: „Ich möchte ihnen eine Stimme geben und das Gefühl vermitteln, etwas bewegen zu können.“

Jede Veranstaltung legt den Fokus auf eine andere Perspektive – ob freiwilliges Fremdsein oder von der Gesellschaft als anders betrachtet werden. Am Freitag präsentiert der Theaterjugendclub mit „Outster – Am Rande des Vorgartens“ die Seiten von Andersartigkeit und den Umgang damit. Es folgt der Dokumentarfilm „Unplugged: Leben Guaia Guaia“, der den Weg zweier Musiker jenseits von Karriere, Konsum und Konventionen zeigt. Am Sonnabend präsentiert die Asylbewerber-Theatergruppe einen Auszug aus ihrem Stück und bietet damit Gesprächsstoff für die darauffolgende Podiumsdiskussion: „Wie willkommen ist Asyl bei uns?“ Der Film „Can’t Be Silent“ handelt von asylsuchenden Flüchtlingen, die mit ihrer Band „Strom & Wasser“ zwischen Konzert-Euphorie und Traurigkeit schwimmen. Die Raum-Stadt-Spieler setzen sich mit ihrem Stück „Fremd zu sein bedarf es wenig“ mit dem Fremdsein und Fremdmachen auseinander. Alle Veranstaltungen zeigen den schmalen Grat zwischen herausstechen und herausfallen.



> Infos und Termine auf der Internetseite www.sh-landestheater.de

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