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Jubiläum gefeiert : Die verbindende Kraft der Musik

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Große Resonanz fand das Festkonzert zum 25-jährigen Bestehen des Fockbeker Gospel- und Moritatenchores. Auch ehemalige Chorleiter kamen in die Pauluskirche. Die Gottesdiensbesucher wurden einbezogen.

25 Jahre Fockbeker Gospel- und Moritatenchor: Vier Chorleiter, ungezählte Auftritte und Reisen, darunter nach Frankreich, Schweden und Island. Auch auf dem Kirchentag in Hamburg ist das Ensemble aufgetreten. Die Anziehungskraft des ältesten Gospelchores im Kreisgebiet ist ungebrochen. Das zeigte auch der starke Besuch des Festkonzerts zum Jubiläum in der Pauluskirche. Damit alle das umfangreiche Programm im Sitzen genießen konnten, mussten noch zwei Reihen Stühle zusätzlich aufgestellt werden.

Pop- und Gospelchöre gibt es mittlerweile reichlich. Um die Moritaten ist es still geworden, nicht nur im FoGoMo: Handeln sie doch von schaurigen Verbrechen, um daraus eine moralische Erkenntnis zu ziehen. Durchaus populär werden drastisch die Strafen nach einem Verbrechen besungen. Ein großer Gegensatz zu Gospels, der mit seinem sarkastischen Humor nur schwer in die kirchenmusikalische Landschaft passt. Auch wenn die von Pastorin Angelika Gebert in ihrer Begrüßungs-Festrede gekonnt vorgetragene Moritat über Vater und Sohn zum Schmunzeln anregte. Die Moral von der Geschicht: „Liebe Leut, kommt doch an den Galgen nicht. Da wollt ihr, wollt ihr runter und ihr könnt’s halt nicht, Und der Mond scheint euch in das Angesicht, Ihr strampelt mit den Füßen, das ist fürchterlich, Und die Raben zerhacken euch das Angesicht.“

„Viele schöne Konzerte, Gottesdienste, Begegnungen, Reisen und Freude in Konzerten habt ihr uns beschert“ bedankte sich die Pastorin beim FoGoMo-Chor. Bernward Tull, Vorsitzender des Fördervereins Kirchenmusik der Kirchengemeinde Fockbek, lobte ebenfalls den Einsatz des Chores, warb für mehr Mitglieder und versprach, mit einer 200-Euro-Spende die Kosten der Leih-Verstärkeranlage zu übernehmen.

Danach waren Zuhör- und Mitmach-Spaß angesagt: Hatte FoGoMo schon beim Einzug Gotteslob mit „Lord. I lift your name on high“ verkündet, erklang nun ein Programm aus alten Zeiten. Zwei Tage hatten Chorleiter Stefan Schauer und der FoGoMo mit ehemaligen Sängern und Chorleitern verbracht, Erinnerungen aufgefrischt und ein Programm zum Festkonzert vorbereitet.

„Auch meine Vorgänger Mike Kratzat und Ralf Auner wollten mit vielen Menschen singen und Freude am Singen transportieren. Jeder auf seine Weise.“
Wie Stefan Schauer Publikum motivieren kann, konnte man nun miterleben. „I will bless the Lord in all times, he’s good“. Eigentlich einfach mitzusingen, aber die Gemeindesoprane zieren sich noch. Stefan Schauer ermutigt alle, singt vor, lobt den ersten, noch zaghaften Damen-Gemeindechor. „Merkt euch das mal bitte!“ Dann die tieferen Alt-Stimmen, zum Schluss die Männer. „Bitte enttäuscht mich nicht!“ Das tun sie auch nicht, aber erst beim zweiten Mal singen sie laut genug. „Habt ihr in Fockbek schon mal einen so guten Männerchor gehört?“ Stolz kommt auf, hier haben nicht nur die Mutigen laut und richtig mitgesungen: Gotteslob auf Englisch, die ganze Pauluskirche gefüllt mit fröhlichem, ermutigendem Gesang. „Ihr ward toll“ lobt Stefan Schauer alle und hat damit wieder einmal die verbindende Kraft der Musik gezeigt.

Es folgte der musikalische Gruß vom Pauluschor Fockbek: Vor 25 Jahren brachten dessen Mitglieder den FoGoMo-Stein ins Rollen. Im Festkonzert waren drei Mitglieder dabei, die - erkennbar am roten FoGoMo-Schal – ebenfalls dem Pauluschor angehörten.


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erstellt am 22.Sep.2013 | 16:43 Uhr

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