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Gartentipps : Die Tricks der Männer mit dem „grünen Daumen“

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Welche Arbeiten stehen jetzt an? Die Rendsburger Gartenfreunde geben wertvolle Tipps.

Rendsburg | Seit gut zwei Wochen hat der Herbst offiziell den Sommer abgelöst. Die Gartensaison ist damit aber längst nicht beendet. „Die Arbeit hier ist nie vorbei“, sagt Hans-Jürgen Kämper vom Verein der Gartenfreunde Rendsburg. „Nur bei Schnee oder tiefen Minusgraden sind wir nicht im Garten.“ Derzeit sind viele Parzellen-Besitzer am Standort „Kortenfohr“ bei der Arbeit anzutreffen. In diesen Herbsttagen haben sie vor allem zwei Aufgaben: Zum einen gilt es, die letzte Ernte des Jahres einzufahren. Zum anderen müssen bereits jetzt wichtige Vorbereitungen für die kommende Saison erledigt werden.

Geerntet werden in der Kolonie „Kortenfohr“, einer von 15 Standorten der Gartenfreunde, diverse Kohlsorten, Rüben, Kartoffeln und Porree. Auch einige Äpfel und Quitten werden gepflückt. Und auch Schere und Säge kommen zum Einsatz: „Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, um die Obstbäume zurückzuschneiden“, empfiehlt Bernd-Holger Naujek, Vorsitzender der Gartenfreunde. Der Schnitt sei wichtig, damit der Wind gut durch den Baum fegen könne. Nur so trockne Feuchtigkeit schnell ab. Außerdem leide die einzelne Frucht darunter, wenn das Geäst zu dicht sei. „Je dichter das Holz, desto schlechter ist die Ernte“, bringt es der stellvertretende Vorsitzende des Clubs, Wilhelm Dittmer, auf den Punkt. Der Grund: „Ist das Gehölz zu dicht, bekommt das Obst nicht die nötige Sonne. Außerdem kriegt die einzelne Frucht nicht mehr genügend Kraft ab und wird mickrig, wenn zu viele Äste tragen.“

Mit dem Zurückschneiden legt man zudem das sogenannte Fruchtholz – also das Früchte tragende Holz – für die nächste Saison an. Waagerechte Triebe sollten möglichst erhalten bleiben. „Senkrechte Triebe bringen überhaupt nichts. Im Notfall kann man auch Gewichte an die Äste hängen, um sie zu zwingen, in die Waagerechte zu wachsen“, rät Dittmer.

Sein Vereinskollege Naujek hat noch einen weiteren Tipp: „Man sollte sich jetzt überlegen, welche Pflanzen man im Frühjahr an welchen Standort pflanzen möchte. Außerdem ist wichtig, darauf zu achten, eine vernünftige Fruchtfolge einzuhalten. Baut man an einer Stelle wiederholt dasselbe an, wird der Boden zu einseitig belastet und die Ernte könnte verkümmern“, sagt er.

Eine weitere wichtige Aufgabe im Herbst ist der Schutz jener Pflanzen, die den Winter im Freien überstehen müssen. Eine Vertreterin, die besondere Hilfe braucht, ist die Edelrose: „Sie muss vor der Kälte geschützt werden“, erklärt Naujek. „Am einfachsten geht das, indem man sie am Boden mit Laub, Kompost und Tannenzweigen einpackt. So kann die Kälte nicht so leicht durchdringen.“ Außerdem sei es ratsam, die Rosen mit Patentkali zu düngen, um ihr Gehölz zu härten und sie so robuster werden zu lassen. Es gibt aber auch Pflanzen, bei denen gute Pflege und Vorsorge nicht ausreichen, um sie im Garten durch den Winter zu bringen. Ein Beispiel sind die Dahlien: „Sie müssen unbedingt vor dem ersten Frost ausgegraben und ins Haus geholt werden. Bekommen sie einmal Frost ab, sind sie hinüber“, warnt Naujek. Erst im folgenden Frühjahr – wenn ausgeschlossen werden kann, dass es noch einmal friert – dürften sie wieder in den Garten gesetzt werden.

Aber nicht nur den Pflanzen kann der Kleingärtner durch den Winter helfen, auch für den Igel kann er mit überschaubarem Aufwand das Leben deutlich erleichtern. „Ich habe bei mir im Garten einfach eine Holzkiste aufgebaut und mit Laub, Stroh und Heu gefüllt“, sagt Naujek. „Da kullert sich der Igel rein und hat eine bequeme Winter-Unterkunft.“



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