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Jugendbasketball : Die Talentschmiede vom Kanal

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Nachwuchsarbeit beim Basketball-Club Rendsburg trägt Früchte. 23 Landesmeistertitel und vier Junioren-Nationalspieler brachte der Verein in den letzten acht Jahren hervor.

Nicht nur aufgrund der Meisterschaft der Herrenmannschaft ist die Geschichte des Basketball-Clubs Rendsburg eine Erfolgsstory. Seit der Abspaltung vom Rendsburger TSV am 17. Februar 2006 steht der Verein auf eigenen Füßen und gehört mit über 330 Mitgliedern nicht nur zu den einhundert größten Basketballvereinen Deutschlands, sondern stellt mit 230 Jugendlichen und Kindern auch den nachwuchsstärksten Club in Schleswig-Holstein.

Erfolge sind die beste Werbung, um die Sportart in Rendsburg noch populärer zu machen und um die Mitgliederzahlen weiter nach oben zu schrauben. Von jeher hat Antje Mevius den Fokus nicht allein auf den Seniorenbereich gelegt, sondern mindestens ebenso viel Arbeit und Engagement in die Förderung des Nachwuchses investiert. „Natürlich ist das Herrenteam das Aushängeschild. Doch wir legen großen Wert auf die Nachwuchsarbeit. Daraus sollen möglichst viele Spieler in der Liga ankommen. Schaut man auf den aktuellen Kader des Liga-Teams, ist uns das bisher gut gelungen, und wir wollen das weiterentwickeln“, sagt die Vereinsvorsitzende, Liga-Managerin und Trainerin in Personalunion. Legt man die Zahlen aus der Nachwuchsabteilung zugrunde, liegt der BBC deutlich vor der Konkurrenz Lübecker TS und BG Suchsdorf/Kronshagen. „Wir haben fast doppelt so viel jugendliche Mitglieder wie jeweils diese beiden Vereine“, verkündet Mevius stolz.

Aber es ist nicht allein die Masse der Kinder und Jugendlichen, die sich für den Sport begeistern. Regelmäßig tauchen Mannschaften des Clubs in den Siegerlisten des Landes auf. In diesem Jahr wurden die weibliche U13, die weibliche U17 und die männliche U14 jeweils Landesmeister. Seit der Gründung holten die verschiedenen Nachwuchsteams bereits 23 Landesmeistertitel in die Stadt am Nord-Ostsee-Kanal. Der nächste Schritt auf norddeutscher Ebene war bisher meist zu groß. Dort konnten die Teams noch nicht an die Erfolge auf Landesebene anknüpfen. „Die Norddeutschen Meisterschaften sind stark besetzt. Gegenüber den Spielen auf Landesebene ist das ein großer Unterschied“, sagt Mevius. In der abgelaufenen Saison waren insgesamt 21 Mannschaften des BBC am Start. Seit 2009 ist die U16-Auswahl sogar Bestandteil der Bundesliga. In die Beletage des Basketballs soll es nun auch für die U19 gehen, die in diesem Frühjahr einen neuen Anlauf zur Qualifikation in dieser Spielklasse unternimmt.

Schon die unter Fünfjährigen, die so genannten BasKids haben die Möglichkeit, den Ball in den Korb zu werfen. Die große Zahl an Mannschaften erfordert natürlich auch eine ebenso große Zahl an Trainern. Im Gegensatz zu manch anderer Sportart ist das beim BBC Rendsburg aber kein Problem. 31 Trainer kann der Club vorweisen, 21 davon sind sogar Inhaber einer Lizenz. Damit ist ein hohes Maß an fachlicher Kompetenz sichergestellt. „Wir investieren gerne in die Aus- und Fortbildungen unserer Trainer“, unterstreicht Mevius. In diesem Jahr werden Dimi Basylev und Lars Nonnenmacher am B-Lizenz-Lehrgang des Deutschen Basketball-Bundes teilnehmen. Und selbst das bisweilen große Problem der mangelnden Hallenzeiten stellt keine unüberwindbare Hürde da. „Mit Kompromissen haben wir es immer wieder geschafft, allen Teams angemessene Trainingsmöglichkeiten zu bieten“, sagt Mevius.

So ist es wenig verwunderlich, dass die Nachwuchsarbeit in Schleswig-Holstein einen guten Ruf genießt. Im Kader der U16-Bundesliga-Truppe tummeln sich Spieler aus Niebüll, Husum, Bordesholm, Hohenwestedt, und auch in den anderen Mannschaften finden sich Basketballer, die nicht aus Rendsburg kommen. „Die Eltern der auswärtigen Spielerinnen und Spieler unterstützen ihre Kinder. Sie erkennen einfach, dass bei uns gut ausgebildet wird“, sagt Mevius.

Den Nachweis dieser Aussage liefern neben den Erfolgen der Mannschaften auch immer wieder einzelne Spieler, die den Sprung in eine der Jugend-Nationalmannschaften geschafft haben. Der ehemalige BBC-Spieler Jakob Krumbeck stand 2010 bei der U17-Weltmeisterschaft auf dem Parkett. Inken Henningsen spielte 2012 für Deutschland bei den U20-Europameisterschaft und mit Björn Rohwer (U20) und Christopher Meyer (U16) stellt der BBC Rendsburg zwei aktuelle Nationalspieler. Sie sind sicher nicht die letzten Basketballer aus der Basketball-Talentschmiede am Nord-Ostsee-Kanal.

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