Ratsversammlung : Die Stadt hat ab sofort ein Konzept

Gesprächsbedarf: Fritjof Wilken formuliert  einen Antrag,  Anke Samson, Susanne Mau und Monika Heise (v.l.) schauen ihm zu. Foto: org
Gesprächsbedarf: Fritjof Wilken formuliert einen Antrag, Anke Samson, Susanne Mau und Monika Heise (v.l.) schauen ihm zu. Foto: org

Große Mehrheit in der Ratsversammlung für neues Stadtmarketing. 300.000 Euro im Jahr für ein besseres Image.

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22. März 2013, 08:45 Uhr

Rendsburg | Mit großer Mehrheit hat die Ratsversammlung gestern Nachmittag dem neuen Marketingkonzept für Rendsburg zugestimmt. Damit stehen ab sofort jährlich rund 300 000 Euro (rund drei Mal so viel wie bisher) zur Verfügung, um Wirtschaft, Innenstadt und Tourismus zu beleben, die Lebensqualität zu verbessern und der Stadt eine Identität zu verleihen. Zu diesem Zweck rücken Monika Heise (Tourist-Info), Susanne Mau (Stadtverwaltung) und Anke Samson (RD-Marketing) ihre Schreibtische zusammen und arbeiten gemeinsam zum Wohle der Stadt.

Nicht einverstanden mit dem Konzept waren lediglich die Linken: "Die Summe ist für die verschuldete Stadt einfach zu hoch", sagte Volker Lindenau zur Begründung. "Wir wollen das Geld lieber in Kita-Plätze, attraktivere Schulen und den Erhalt des Freibades stecken. Das erhöht real die Lebensqualität und das Ansehen des Wirtschaftsstandortes." Und das angestrebte Wir-Gefühl werde sich schon gar nicht einstellen, so Lindenau: "Jedenfalls nicht, so lange 36 Prozent aller Rendsburger Kinder von Hartz IV leben müssen." In seiner Entgegnung wies der CDU-Fraktionsvorsitzende Thomas Krabbes Lindenau zurecht: Wenn er sich die Mühe gemacht hätte, am Konzept mitzuarbeiten, dann wüsste er, dass genau dies erreicht werden solle.

Fritjof Wilken scheiterte letztlich noch mit dem formalen Änderungsvorschlag, der Beirat für das Stadtmarketing solle durch die Ratsversammlung und nicht vom Hauptausschuss besetzt werden.

Bereits zuvor hatte die SPD-Fraktion mit einem Antrag Marketing-Arbeit erledigt: Matthias Bruhn forderte angesichts den Brückenjubiläums an der Schwebefähre einen Informationspunkt, an dem auf städtische Sehenswürdigkeiten und Übernachtungsmöglichkeiten hingewiesen wird. Nach den Kosten fragte die Mehrheit in diesem Falle nicht: Der Antrag wurde gegen die Stimmen der CDU-Fraktion befürwortet. www.stadtmarketingkonzept-rendsburg.de

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