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Internationaler Museumstag : Die Rendsburger Museen laden ein

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Das kleinste Radio der Welt, eine Führung mit Hintergrund-Informationen und die beliebten Druckvorführungen.

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erstellt am 10.Mai.2013 | 08:12 Uhr

Rendsburg | Zum Internationalen Museumstag am Sonntag, dem 12. Mai, öffnen die Häuser in Rendsburg nicht nur ihre Türen für interessierte Besucher, sie bieten auch spezielle Ausstellungen oder Schwerpunkte.

Das E.on Hanse Elektromuseum (Stormstraße 1) widmet dem Techniker und Kaufmann Bernhard Wobbe eine Sonderausstellung. Der Unternehmer hatte sich in Winsen/Luhe einen Namen mit der Produktion von Radios gemacht. Der Durchbruch gelang ihm kurz nach dem Krieg mit dem kleinsten Radio der Welt. Für die Modelle mit dem Namen Knirps10,6 x 7,8 x 6,5 Zentimeter verwendete der Tüftler kleine Wehrmachtsröhren.

1949 siedelte Wobbe nach Rendsburg um - nach einem Entgegenkommen der Landesregierung, wie es in einem Bericht der Wochenzeitung "Die Zeit" aus dem Jahr 1948 heißt. Mehr als 300 Angestellte beschäftigte Wobbe, die Tagesproduktion der Modelle Notar, Syndikus, Senator und Präsident lag 1950 schon bei 225 Stück. Das Elektromuseum zeigt die begehrten Sammlerstücke, die bis 1953 in Rendsburg produziert wurden.

Das Museum ist am Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Nach einem Rundgang kann das kleine Café besucht werden.

Gleich zwei Angebote macht das Jüdische Museum. Leiter Dr. Christian Walda bietet um 12 Uhr und um 14.30 Uhr Führungen durch die aktuelle Wechselausstellung mit Werken von Ilse Häfner-Mode und ihrem Sohn Thomas Häfner an und gibt gleichzeitig Einblicke in die Arbeit eines Museumskurators. Dabei werden unterschiedliche Fragen beantwortet: Wie entsteht eine Ausstellung, welche Aufgaben gibt es von der ersten Idee bis zur Hängung der Werke? Und vor allem: Warum werden solche Ausstellungen gemacht?

Die aktuelle Ausstellung mit zwei Künstlern, die in der NS-Zeit als Juden verfolgt wurden, steht nach Einschätzung von Walda exemplarisch für die gesamte Museumsarbeit. Der Eintritt am Sonntag ist frei, für die Führungen ist eine Anmeldung erforderlich.

Um 17 Uhr sind Ariana Burstein (Cello) und Roberto Legnani (Gitarre) zu Gast im Jüdischen Museum. Auf dem Programm stehen neben irischen Jiga, südamerikanischem Tango, Eigenkompositionen und Musik klassischer Komponisten auch "O’Carolan’s Concerto" - eine Hommage an Turlough O’Carolan, Irlands bedeutendsten Komponisten, der die alte keltisch-irische Melodik mit den lebensfrohen Rhythmen des italienischen Barocks verband. Das Duo Burstein&Legnani interpretiert dieses Werk erstmals in der Version für Cello und Gitarre. Der Eintritt kostet 20 Euro, Karten gibt es an der Abendkasse ab 16.30 Uhr.

Der Museumstag steht dieses Mal unter dem Motto "Vergangenheit erinnern - Zukunft gestalten: Museen machen mit!" Die Museen im Kulturzentrum nehmen diesen Slogan wörtlich und bieten vielfältige Aktionen für kleine und große Besucher an. So können Kinder ab acht Jahren alleine oder mit ihren Eltern die Dauerausstellung des Museums anhand einer Rallye erkunden.

Unterstützt werden sie dabei von Droppi, einem Comic-Wassertropfen, der jede Menge Tipps und Infos auf Lager hat. Die aktuelle Sonderausstellung "Weite und Licht - Norddeutsche Landschaften" zeigt eine Auswahl an Gemälden aus dem Bestand des NDR. Eine Besonderheit im Programm stellen die bei den Besuchern immer wieder sehr beliebten Druckvorführungen dar, die von 14 bis 17 Uhr im Druckmuseum stattfinden. Das Museumscafé ist ebenfalls geöffnet.

Alle Aktionen sind kostenlos, der Eintritt in die Museen ist an diesem Tag für alle Besucher frei.

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