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Schleswig-Holstein Musik Festival : Die Region – musikalisch ein großer Gewinner

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Ein opulentes Festivalprogramm wurde gestern für die Zeit vom 7. Juli bis 31. August präsentiert. Mit neun Konzerten in Rendsburg und Büdelsdorf ist die Region der große Gewinner. Vom Intendanten gab es ein Lob für die Christkirche und die ACO-Thormannhalle.

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erstellt am 26.Feb.2014 | 06:00 Uhr

Ein solches Lob gab es für keinen zweiten Festival-Spielort. Vor einer großen Presserunde hob der neue-Intendant des Schleswig-Holstein Musik Festivals (shmf) gestern Vormittag Büdelsdorf und Rendsburg hervor. Insgesamt gibt es mehr Konzerte beim Festival, 164 an der Zahl. Wieder in die Fläche zu gehen, sei aber auch nur durch die regionale Unterstützung möglich, betonte Christian Kuhnt. Das können Gruppen oder Einzelpersonen sein. Und so wandte sich Kuhnt mit „einem ganz herzlichen Dank an das Ehepaar Ahlmann, weil es aus einer Lagerhalle einen fantastischen Konzertsaal gemacht hat.“

Die Akustik wurde bereits in den vergangenen Jahren für gut befunden, jetzt wird sie vermehrt mit Konzerten gewürdigt. „Aber wir haben Rendsburg nichts weg genommen“, betonte Kuhnt. „Denn auch die Christkirche ist ein ganz besonderer Saal.“ So zählt die Region Rendsburg zu den großen Gewinnern. Hier spielt die Musik an mehreren Orten und an so vielen Tagen wie nur noch in wenigen anderen Städten (die Landeszeitung berichtete): Orchesterakademie mit vier Probenphasen, fünf Konzerte in der ACO Thormannhalle und vier Auftritte in der Christkirche – das verspricht einen klingenden Sommer. Das konkrete Programm wurde gestern erstmals präsentiert (Termine siehe rechts).

Hans-Hinrich Blunk, Vorsitzender des shmf-Festivalbeirats von Rendsburg, freut sich auf alte Bekannte. Da ist zum Beispiel Il Gardino Armonico. Das italienische Barockensemble tritt in diesem Jahr gemeinsam mit der argentinischen Cellistin Sol Gabetta auf. Auch die King’s Singers gastierten mehrfach in der Kanalstadt. Und der Bariton Matthias Goerne, weiß der Festival-Kenner, hat mit Eschenbach vor zwei Jahren Schuberts „Winterreise“ präsentiert. Dieses Mal wird er unter anderem einige der schönsten Lieder Mendelssohns – dessen Schaffen im Mittelpunkt des Festivals 2014 steht – vorstellen. Das Verhältnis des aus Hamburg stammenden Komponisten zu der „schwedischen Nachtigall“ Jenny Lind thematisieren Hannelore Elsner und Sebastian Knauer bei ihrem Auftritt in der ACO Thormannhalle.

Auf welches Konzert er sich besonders freue, konnten ACO-Chef Hans-Julius Ahlmann und Ehefrau Johanna allerdings nicht sagen. „Man weiß doch immer erst hinterher, welches das beste war“, erklärte Ahlmann diplomatisch und erinnerte sich an die Begegnung mit Jörg Widmann, die ihn 2013 beeindruckt hatte. Der Komponist lud die Ahlmanns anschließend nach München zur Aufführung von „Babylon“ ein. „Ein großes Erlebnis“, schwärmt das Paar.

Große Erlebnisse versprechen erneut die Begegnungen mit jungen Menschen aus aller Welt. 1500 Musiker wurden in den vergangenen Wochen rund um den Globus gecastet. Ein Rekord – so viele Bewerber gab es noch nie, erklärte der Intendant auf der Pressekonferenz. Beim Vorspielen immer mit dabei war Gesine Beck. Die Fagottistin ist Leiterin der Akademie und wird sich in der Zeit vom 6. Juli bis 18. August um den reibungslosen Ablauf in Thormannhalle und Nordkolleg kümmern. Die pädagogische Arbeit würdigte Intendant Kuhnt ebenfalls und deutete an, dass man die „kreative Atmosphäre der NordArt“ künftig vielleicht noch intensiver nutzen wolle.

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