zur Navigation springen

PolizeiFunk : Die Polizei spricht jetzt digital

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Einführung des abhörsicheren Funkverkehrs sorgt in der Stadt für keine großen Probleme. Bei seltenen Störungen hilft der Griff zum Handy.

Für die Sicherheitsbehörden soll es der Schritt in ein abhörsicheres Zeitalter sein: Berichte über diverse technische Mängel lassen die Umrüstung des Funkverkehrs von analog auf digital jedoch wie ein Desaster erscheinen. „Stand heute sind weder ich noch die Landespolizei mit der Situation zufrieden“, sagte Innenminister Andreas Breitner (SPD) vor zwei Wochen im Landtag. Seit gut zwei Monaten funkt nun auch die Polizei in Rendsburg digital – und hat damit bisher offenbar kaum Probleme.

Am 25. November fand in der Polizeidirektion Neumünster die Umschaltung statt. „Seitdem wird der Digitalfunk in Rendsburg und dem Kreisgebiet operativ erprobt“, sagt der Sprecher des Landespolizeiamtes (LPA), Jürgen Börner. Von schwerwiegenden Ausfällen oder Funklöchern ist nicht die Rede. „Mitarbeiter des Landespolizeiamtes haben funktechnische Messungen im Stadtbereich Rendsburg durchgeführt. Dabei wurde bisher keine von der Planung abweichende Funkversorgungsgüte nachgewiesen“, erklärt Börner. Er räumt aber ein, dass allgemeine, im gesamten Land vorhandene Mängel auch im Bereich Rendsburg vorhanden seien. „Jedoch nicht so gravierend, dass eine Nutzung des Digitalfunks nicht möglich wäre“, so Börner.

Andreas Tix ist ebenfalls weitgehend entspannt. „Wir wissen, dass wir uns in einer Probephase befinden und dass es dabei auch zu kleineren Problemen kommen kann“, sagt der Rendsburger Revierleiter. Funklöcher habe es im Übrigen auch mit dem alten Funksystem gegeben.

Für LPA-Sprecher Börner zählen – trotz der Kinderkrankheiten – die Vorteile des Digitalfunks. „Die Umrüstung ist richtig, die Vorteile der neuen Übertragungstechnik überwiegen deutlich. Durch Funktionserweiterungen im Digitalfunknetz werden die einsatztaktischen und technischen Möglichkeiten in den Leitstellen nach und nach besser sein als mit dem Analogfunk.“ Zudem weise das Digitalfunknetz schon jetzt weniger Funklöcher als sein Vorgänger auf. Und Tix betont: „Im Notfall behelfen sich die Beamten ohnehin anderweitig, zum Beispiel mit Mobiltelefonen.“

zur Startseite

von
erstellt am 03.Feb.2014 | 10:38 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen