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Handball-LandesPokal : Die Pokal-Sensationen bleiben aus

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Männer der HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg und die Frauen der HSG Fockbek/Nübbel II verlieren gegen favorisierte Gegner.

In der 2. Runde des HVSH-Pokals gaben sich die Favoriten keine Blöße. Bei den Männern setzte sich SH-Ligist TSV Alt Duvenstedt beim Landesligisten SV Wahlstedt mit 23:18 durch. Für die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg kam hingegen erwartungsgemäß gegen die favorisierte SG Wift das Aus. Trotz harter Gegenwehr musste sich das Team von Trainer Volker Paul dem Oberligisten mit 28:34 geschlagen geben.

Bei den Frauen war Landesligist SV Sülfeld für den Kreisligisten SV Fockbek II eine Nummer zu groß. Mit 18:10 zogen die Gäste in die nächste Runde ein. Dort stehen auch der TSV Altenholz nach einem 31:23-Erfolg beim TSV Alt Duvenstedt, die HSG Fockbek/Nübbel I, die den Vergleich der Landesligisten mit der HFF Munkbrarup deutlich mit 31:17 gewann, und der TSV Owschlag II, der das Derby mit der HSG Eider Harde II mit 31:17 für sich entschied.

HVSH-Pokal, Männer
HSG Schülp/W’feld/RD – SG Wift 28:34 (15:14)

50 Minuten lang schnupperte die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg an einer Sensation. 26:25 lagen die ersatzgeschwächten Gastgeber, die auf die Leistungsträger Patrick Petriesas, Janek Fisch und Jens-Christian Woldt sowie auf Torsten Hartwig und Philip Moreau verzichten mussten, in Führung, ehe die favorisierte SG Wift in der Schlussphase die Partie noch umbog. „Uns fehlte am Ende einfach die Kraft“, meinte HSG-Coach Volker Paul, der bis dahin einen „couragierten Auftritt“ seines jungen Teams gesehen hatte. Vor allem die beiden A-Jugendlichen Christopher Sawitzki und Justin Hartwig sowie Finn Reick und Magnus Hannemann wussten zu gefallen. Die Zuschauer in der gut gefüllten Heidesandhalle rieben sich in der Anfangsphase verwundert die Augen. Nicht die hoch gelobte SG Wift bestimmte die Partie, sondern der klassentiefere SH-Ligist. Erst als Paul vermehrt durchwechselte, geriet die HSG aus dem Rhythmus, verspielte innerhalb kürzester Zeit einen Vier-Tore-Vorsprung (8:4, 17.) und lag beim 8:9 (21.) erstmals hinten. HSG-Haupttorschütze Niklas Ranft bekam aufgrund einer Erkältung und mit Blick auf die Punktspielpartie heute Abend beim TSV Kronshagen immer wieder Pausen verordnet. Doch die Paul-Truppe fing sich wieder und holte sich noch vor dem Seitenwechsel die Führung wieder zurück. Zu Beginn der zweiten Hälfte konnten sich die Gastgeber erneut auf vier Tore absetzen (20:16, 38.) und hielten diesen Vorsprung bis zum 24:20. Aufgrund des kleinen Kaders machte sich in der Schlussviertelstunde der Kräfteverschleiß bei der HSG aber zunehmend bemerkbar, so dass die SG Wift noch zum erwarteten Sieg kam. „Das 28:34 spiegelt nicht den Spielverlauf wider“, meinte Paul, der trotz des Ausscheidens nicht unzufrieden war: „Wir haben verloren, aber trotzdem gewonnen. Das war beste Werbung für den Handball.“

HSG Schülp/Westerrönfeld/RD: Martensen (1.-50.), Tietjen (ab 50.) – Jüschke (1), Reick (2), Seehase (1), Pieper (3/1), Hannemann (3), Cardis (2), Ranft (10/1), Sawitziki (5), J. Hartwig (1).

SV Wahlstedt – TSV Alt Duvenstedt 18:23 (7:9)

„Das hatte wenig mit Handball zu tun“, meinte Alt Duvenstedts Trainer Gunnar Kociok mit Blick auf die vielen Unzulänglichkeiten hüben wie drüben. Allein sein Team produzierte 40 Ballverluste durch Fehlwürfe, Abspielfehler oder technische Fehler, was in erster Linie dem Wachsverbot in der Sporthalle der Paul-Due-Jensen-Schule geschuldet war. „Damit kamen meine Jungs überhaupt nicht zurecht“, sagte Kociok. Der Sieg der Gäste geriet aber zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Kociok: „Dafür war der Gegner einfach zu schwach.“ Die Entscheidung fiel gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit, als sich der TSV von 9:7 auf 13:7 absetzte und in der Folgezeit den Vorsprung verwaltete. „Wir haben stets die Kontrolle über das Spiel gehabt“, berichtete Kociok, der sich neben dem Erreichen der nächsten Runde über ein gelungenes Debüt von Keeper Nils Himmelsbach freute. Der 20-Jährige, der vom TSV Hürup kommt, kassierte in 50 Minuten lediglich zwölf Treffer. „Das war stark“, so Kociok. Neben Himmelsbach verdienten sich mit Abstrichen noch Tim Dau und Christian Eichstädt gute Noten. Kociok: „Die anderen hatten aufgrund des Wachsbotes ziemliche Probleme mit dem Spielgerät. Da war einer schlechter als der andere.“

TSV Alt Duvenstedt: Himmelsbach (1.-50.), Quark (50.-60.), Klapdor (n.e.) – Dau (7), Eichstädt (8/6), Büchler, Koslowski (3), L. Kock, Schwarz (2), N. Petersen, S. Petersen, Höpfner (3/1), Küch, Hagge.

HVSH-Pokal, 2. Runde, Frauen
TSV Alt Duvenstedt – TSV Altenholz 23:31 (12:19)

„Nach der Niederlage in Lütjenburg war meine Mannschaft nicht wiederzuerkennen“, lobte der Alt Duvenstedts Trainer Marcus Dobbert seine Schützlinge. Die Duvenstedterinnen begannen sehr konzentriert, standen in der Deckung sicher und nutzten auch ihre Chancen vorne konsequent. „Erst ab der zwanzigsten Minute schlichen sich bei uns Fehler ein“, musste Dobbert nach dem 9:10 (22.) mit ansehen, wie die Gäste nun jeden Ballverlust nutzten, um über Gegenstöße zum Erfolg zu kommen. Innerhalb von acht Minuten fiel dann schon eine Vorentscheidung. Altenholz setzte sich bis zur Pause auf 19:12 ab. „Wir haben uns in der zweiten Halbzeit wieder ins Spiel zurückgekämpft“, konnte der TSV Alt Duvenstedt, so berichtete der Coach, die Partie nun wieder ausgeglichener gestalten. Dass die zweite Hälfte nur mit einem Tor Unterschied (11:12) verloren wurde, verbuchte Dobbert als „großen Erfolg“.

Tore den TSV Alt Duvenstedt: B. Müller (8), Drews (4), Kiehn (3), Goetzien (3), Schlimbach (2), Schütt (2) und K. Müller (je 1).

HSG Fockbek/Nübbel – HFF Munkbrarup 31:17 (14:9)

Den Vergleich zwischen der Landesliga Mitte und der Landesliga Nord gewann die HSG Fockbek/Nübbel deutlich. Allerdings hatte der Spitzenreiter der Mitte-Staffel Schwierigkeiten ins Spiel zu finden. „Wir haben in der Anfangsphase zu viele technische Fehler gemacht“, bemängelte HSG-Trainer Reiner Heldt. Erst beim 5:5 glichen die Gastgeberinnen aus, kamen dann aber besser ins Spiel und diktierten klar das Geschehen. „Ab der zehnten Minute waren unsere starke Abwehr und gute Torhüterleistungen die Garanten für den Sieg“, war Heldt mit den Leistungen seiner Mannschaft von da an zufrieden. Bis zur Pause erspielte sich die HSG einen Fünf-Tore-Vorsprung. „Im zweiten Spielabschnitt haben wir das Spiel beherrscht und kaum noch Aktionen der Gäste zugelassen“, konnte sich Heldt nach dem Seitenwechsel entspannt zurücklehnen und das Spiel seiner Mannschaft genießen, die den Vorsprung bis zum Abpfiff kontinuierlich ausbaute.

Tore für die HSG Fockbek/Nübbel: A. Scheller (8), Gröschler (5), Feist (5), Witt (4), D. Scheller (3), Kock (2), Ehlers (2), Tiedtke und Stolley (je 1).

TSV Owschlag II – HSG Eider Harde II 34:19 (15:9)

Wo Owschlag II draufsteht, muss nicht immer Owschlag II drin sein. Mit zahlreichen Spielerinnen der Drittliga-Mannschaft hat der TSV die Aufgabe gegen die HSG Eider Harde II souverän gelöst. Am Sieg der Gastgeberinnen gab es zu keinem Zeitpunkt Zweifel. Erst als die Owschlagerinnen bereits acht Mal getroffen hatten, durften die Gäste zum ersten Mal jubeln. „Wir haben mit einer 6:0-Deckung agiert, damit wir Sicherheit gewinnen“, sagte TSV-Trainer Rainer Peetz. Nach dem 15:9 zur Halbzeit fiel das Endergebnis mit 34:19 erwartet deutlich aus. Eider-Coach Robert Wichmann war mit der Leistung seines Team zufrieden, nahm die Personalpolitik des Gastgebers aber zum Anlass, um diese Vorgehensweise kritisch zu hinterfragen. „Ich weiß nicht, ob der Verband diesen Wettbewerb so gemeint hat, wenn eine Regionalliga-Truppe in der zweiten Runde einen Landesligisten rauswirft“, sagte Wichmann. Seiner Meinung nach müsse sich der Verband mit Blick auf die Attraktivität dieses Wettbewerbs Gedanken machen. „Wenn man so einen Gegner in der vierten oder fünften Runde bekommt, dann zu Hause in einer vollen Halle, wäre das eine schöne Sache. In dieser Form ist das wenig sinnvoll“, so Wichmann weiter. Sportlich habe seine Mannschaft in diesem Duell alles gegeben. „Ich denke, dass dieses Trainingsspiel für uns mehr gebracht hat, als für den Gegner. Ich weiß, was die Trainer da rausgeguckt haben wollen, aber das muss jeder selber wissen.“

Tore für den TSV Owschlag II: Lyke (3), Küppers (2), Zadow (3), Meenke (3), Rohwer (7), Hofstetter (3), Peters (12), Herklotz (1).

Tore für die HSG Eider Harde II: Holling (2), Wichmann (1), Horn (1), Meier (5), Herbst (6), Ramm (4).

HSG Fockbek/Nübbel II – SV Sülfeld 10:18 (6:9)

Ein Zwei-Klassen-Unterschied zwischen beiden Teams war lange Zeit nicht auszumachen. Bis zum 6:6 (25.) begegnete der gastgebende Kreisligist dem Tabellenführer der Landesliga Süd auf Augenhöhe. „Das war schon ein bisschen enttäuschend, was Sülfeld geboten hat“, meinte Fockbeks Trainer Rüdiger Rohwer, der aber nicht vergaß, sein Team für eine starke Anfangsphase zu loben. „Das haben die Mädchen richtig gut gemacht.“ Gemäß der Anweisung ihres Trainers wurden die Angriffe lange ausgespielt und geduldig auf die Wurfchance gewartet. Erst als die ersatzgeschwächten Fockbekerinnen in der Schlussphase der ersten Halbzeit erste Konditionsmängel offenbarten, konnte sich der Favorit auf 9:6 absetzen. Auch im zweiten Durchgang ließ sich die HSG nicht – wie von Rohwer befürchtet – abkanzeln. „Ich hatte mit einer höheren Niederlage gerechnet.“ Und mit ein bisschen mehr Konzentration in den Angriffsaktionen wäre sogar ein noch besseres Ergebnis möglich gewesen. Rohwer: „Leider haben wir uns ein paar Abspielfehler zu viel erlaubt. Die wurden prompt bestraft. Das hat dann eben doch den Unterschied ausgemacht. Aber es war ein tolles Erlebnis für uns.“

HSG Fockbek/Nübbel II: B. Kurbjuhn - Reder (1), Gräber (1), Ramm (3/2), Selck (1), Sonnenburg (3/3), Grabbe, Raun, K. Kurbjuhn (1).

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erstellt am 04.Okt.2014 | 06:00 Uhr

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