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TÜV-Statistik : Die Plakette gibt es meist auf Anhieb

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Etwa 5500 Hauptuntersuchungen werden im Jahr an der Tüv-Station Rendsburg in der Friedrichstädter Straße geleistet..

Kommt das Auto durch? Oder muss es auf den Schrottplatz? Die Bilanz der Tüv-Station gibt Antworten. Mehr als 56 Prozent aller Autos, die im vergangenen Jahr in Rendsburg die Hauptuntersuchung absolviert haben, bekamen laut Tüv-Bericht sofort eine neue Plakette mit zwei Jahren Gültigkeit. Bei mehr als 41 Prozent fanden sich sogar gar keine Mängel am Wagen. Aber im Gegensatz dazu hatten 43,1 Prozent der Fahrzeuge erhebliche Mängel. Sie mussten unverzüglich repariert werden, bevor nach einer Nachprüfung die Plakette auf das hintere Kennzeichen geklebt werden konnte. Absolut verkehrsunsicher waren vier Autos.

Und noch zwei Zahlen aus der Tüv- Nord-Statistik, die jetzt veröffentlicht wurde: Der durchschnittliche Pkw, der in Rendsburg in der Friedrichstädter Straße geprüft wurde, war 10,3 Jahre alt und hatte mehr als 129000 Kilometer auf dem Tacho. Im gesamten Bereich des Tüv-Nord hat sich die Zahl der Fahrzeuge mit erheblichen Mängeln schon zum vierten Mal hintereinander verringert – ein dauerhaft positiver Trend. André Tajdel, der Leiter der Tüv-Station Rendsburg, sagt: „Wir freuen uns über diese Entwicklung der Mängelquoten. Die Hersteller bauen schließlich gute Autos und legen auch Wert auf die Langzeitqualität. Zudem verstärken die Autohäuser und Werkstätten ihre Anstrengungen in Sachen Qualitätssteigerung.“

Die Autofahrer wiederum kümmerten sich in Zeiten guter Wirtschaftslage mehr um Wartung und Pflege ihrer Fahrzeuge und nähmen fällige Termine zur Inspektion und Instandhaltung wahr, stellt der Diplom-Ingenieur fest. Wer sein Auto regelmäßig zu den empfohlenen Inspektionsterminen in einer Fachwerkstatt warten lasse, habe bei der Hauptuntersuchung weniger Mängel an seinem Fahrzeug.

Besonders freuen würde es Tajdel, wenn der kurze Check der Beleuchtungsanlage vor Fahrantritt zur Regel wird. Dass die Beleuchtungsanlage nämlich mitunter stiefmütterlich behandelt wird, zeigt auch die Verteilung der Mängelgruppen. Hier liegt „Licht, Elektrik“ in der Statistik wieder weit vorne. Und das, obwohl die Kontrolle der Beleuchtungsanlage und deren Reparatur in der Regel relativ einfach zu bewerkstelligen ist. Allerdings ist die Quote der erheblichen Mängel in diesem Bereich erneut gesunken. Daran haben nach Ansicht des Tüv-Experten auch die Hersteller mit der Entwicklung von zuverlässiger und langlebiger Technik, zum Beispiel LED, ihren Anteil.

Insgesamt ergibt sich in der Rendsburger Statistik als Reihenfolge für die am häufigsten auftretenden Mängelgruppen „Licht, Elektrik“, „Umweltbelastung“, „Achsen, Räder, Reifen“ und „Bremse“. Je älter die Fahrzeuge bei ihrem Prüftermin sind, desto höher ist die Zahl derjenigen, die im ersten Anlauf keine Plakette bekommen.

Wichtiger Hinweis: Wer noch mit einer rosafarbenen Plakette für 2017 unterwegs ist, sollte sich bald einen Termin bei seinem Tüv geben lassen. Mit dem bevorstehenden Jahreswechsel ändert sich die Farbe der „fälligen“ Plaketten von Rosa auf Grün, und so ist zum Beispiel für Ordnungshüter schon farblich erkennbar, dass der Tüv-Termin überzogen wurde. Dann ist nach mehr als zwei Monaten ein Verwarnungsgeld fällig und ab dem 8. Monat kommt noch ein Punkt in Flensburg hinzu.

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