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Fussball-Verbandsliga der Frauen : Die passende Antwort auf die provozierenden Plakate

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

Vor dem Spiel in der Fußball-Verbandsliga der Frauen hatte der Trainer der SG RieWa in Brekendorf provozierende Plakate aufgehängt. Die Antwort gaben die Brekendorferinnen dann auf dem Rasen und fegte die SG mit 5:1 vom Platz.

shz.de von
erstellt am 09.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Die Fußballerinnen des Brekendorfer TSV staunten nicht schlecht, als sie die provozierenden Plakate sahen. „Wir sind die Macht im Kreis! SG RieWa“, stand dort in großen Lettern und „Wer ist die Macht im Kreis? SG Riewa.“ Der Trainer der Spielgemeinschaft Rieseby/Waabs, Sven Soll, hatte am Vorabend des Derbys in der Fußball-Verbandsliga Nord der Frauen zwischen seinem Team und dem Brekendorfer TSV die Plakate in Brekendorf und auf dem Sportplatz des BTSV aufgehängt sowie die Fotos davon auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht.

„Natürlich ist es immer wieder ein Derby und schon so lange ich denken kann – früher war es ja noch der TSV Rieseby – besteht eine Art Hass-Liebe zwischen unseren Mannschaften, die meist für spannende und brisante Duelle sorgt. Die Rivalität besteht allerdings nur auf dem Platz, vor und nach dem Spiel verstehen wir – zumindest die Spielerinnen – uns eigentlich ganz gut. Doch so etwas haben wir bisher noch nicht erlebt“, wunderte sich Brekendorfs Nicole Malleike über die peinliche Aktion des Gäste-Coaches. „Das war für uns natürlich eine Extramotivation.“ Gleich mit 5:1 fegte der BTSV die SG Riewa vom Platz und verließ dadurch die Abstiegsränge. Den Auftakt zu dem Torreigen hatte Jana Hamann gemacht (15.). Noch vor der Pause erhöhte Jenny Sakowsky (33., 42.) bei einem Gegentreffer von Natascha Sänger (40.) auf 3:1 für die Gastgeberinnen. Und auch nach dem Wiederanpfiff stellten die Brekendorferinnen das bessere Team. Jacqueline Born (60.) und Annika Freitag (62.) sorgten für den 5:1-Endstand. Bei den Gästen lagen hingegen die Nerven blank. Selbst einen Handelfmeter konnte die SG nicht nutzen, Alexandra Koch schoss am Tor vorbei. „Wir haben sehr guten Fußball gespielt und daher auch verdient gewonnen“, bilanzierte Malleike, die ihre Freude über den deutlichen Sieg nicht verhehlte. Auf eine Retourkutsche verzichteten die Brekendorferinnen indes. Nach dem Spiel wurden in Rieseby und Waabs keine Plakate aufgehängt. Malleike: „Der Sieg war die passende Antwort auf die Provokation von Sven Soll.“

Die Nummer eins im Kreis ist derzeit ohnehin der TuS Rotenhof. Das Team von Trainer Dennis Rechner blieb auch im siebten Spiel nach der Winterpause ungeschlagen und schrammte beim Tabellendritten SV Frisia Risum-Lindholm nur hauchdünn an einem erneuten Sieg vorbei. Inga Clausen hatte die Gäste früh in Führung gebracht (8.). Doch als alle im TuS-Lager schon mit einem Erfolg liebäugelten, unterlief Verena Schrum in der letzten Spielminute ein Eigentor. Statt drei Punkte gab es letztlich nur einen Zähler.

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