Triathlon : Die Nummer 2 in Europa

Mit Silber dekoriert kehrte Margit Bartsch (ganz links) von der EM aus Genf zurück.
Mit Silber dekoriert kehrte Margit Bartsch (ganz links) von der EM aus Genf zurück.

Triathletin Margit Bartsch hat bei der Europameisterschaft in Genf die Silbermedaille über die Olympische Distanz in der Altersklasse 60-64 Jahre gewonnen. Siegerin wurde die Schweizerin Irene Gambaro.

shz.de von
21. Juli 2015, 06:00 Uhr

Trotz zweieinhalb Stunden körperlicher Höchstleistung und sommerlicher Temperaturen um 35 Grad Celsius strahlte Margit Bartsch bei der Siegerehrung mit der Sonne um die Wette. Die 61-Jährige von der SG Athletico Büdelsdorf hatte sich bei der Triathlon-EM in Genf erneut einen Platz auf dem Siegerpodest erkämpft. Zwar reichte es am Ende nicht ganz zur Titelverteidigung in der Altersklasse W60-64 über die Olympische Distanz, doch Bartsch (2:3425 Stunden) war auch mit der Silbermedaille hinter der Schweizerin Irene Gambaro (2:33:30) „sehr zufrieden“. Dabei wusste die Deutsche nach ihrer Zielankunft zunächst nicht, auf welchem Platz sie gelandet war. „Durch die unübersichtlichen Nummern war es schwierig, den Überblick in den verschiedenen Altersklassen zu behalten. Erst mit Verspätung habe erfahren, dass ich Zweite war.“

Nach dem Schwimmen stieg die Rendsburgerin sogar noch als Erste ihrer Altersklasse aus dem Wasser. 28:18 Minuten benötigte Bartsch für die etwas mehr als 1500 Meter im glasklaren Wasser des Genfer Sees. Gambaro kam erst drei Minuten später an Land und lag damit nur auf Platz 3. Doch bereits auf der 40,8 Kilometer langen Radstrecke deutete sich an, dass Bartsch und die Schweizerin den Titel unter sich ausmachen würden. Die bis dahin zweitplatzierte Truusje Gamlin aus Großbritannien fiel hinter das Duo zurück.

Vor dem Wechsel auf die abschließende zehn Kilometer lange Laufstrecke hatte Bartsch noch einen Vorsprung von mehr als zwei Minuten auf Gambaro. „Doch die Beine waren zu diesem Zeitpunkt schon ganz schön müde. Und die Laufstrecke hatte es in sich“, berichtete Bartsch. Nach der Wechselzone ging es zunächst einen Kilometer nur bergauf, anschließend zwei Kilometer im Zick-Zack bergauf und bergab, bis man nur noch die 800 Meter lange Zielgerade vor sich hatte. „Das war eine ganz schöne Quälerei“, meinte Bartsch, die in der letzten von drei Runden Gambaro vorbeiziehen lassen musste. „Ich hatte nichts mehr zuzusetzen.“ Im Ziel hatte die Lokalmatadorin dann fast eine Minute Vorsprung auf Bartsch, deren zweiter Platz allerdings in keinster Weise gefährdet war, denn Gamlin erreichte erst 13 Minuten nach der Rendsburgerin das Ziel.

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