Neues Bauprojekt : Die Neue Straße ändert ihr Gesicht

Zwei Gebäude in der Neuen Straße werden für das Mehrfamilienhaus abgerissen.
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Zwei Gebäude in der Neuen Straße werden für das Mehrfamilienhaus abgerissen.

Die Wohngenossenschaft „Rendsburger Höfe“ will ab April zwölf Stadtwohnungen bauen. Bewohner haben ein Mitspracherecht bei der Einrichtung. Der Einzug soll im Frühjahr 2015 beginnen.

shz.de von
15. November 2013, 19:08 Uhr

Dieses Urteil soll in nächster Zukunft nicht mehr gefällt werden: Die Neue Straße, oft als hässlichste in der Stadt bezeichnet, wird ihr Gesicht verändern. Auf einer Fläche von 1000 Quadratmetern will das Unternehmen Ting Projekte aus Schwentinental an der Adresse 1-3 ein genossenschaftlich geführtes Wohnprojekt errichten. Bei der Realisierung des 2,65 Millionen Euro teuren Vorhabens liegt ein Hauptaugenmerk auf dem Mitspracherecht der Bewohner. Wie groß das Interesse der Bürger jetzt schon ist, wurde bei einer Informationsveranstaltung im Hohen Arsenal unter dem Motto „Wohnen von Jung und Alt“ mit rund 100 Teilnehmern deutlich.

Das Bauvorhaben zwischen Miete und Eigentum firmiert unter dem Namen „Rendsburger Höfe“. Wie Projektleiterin, Ting-Geschäftsführerin Dr. Jasna Baumgarten, und Bernd Agge, Diplom-Sozialpädagoge und Ansprechpartner für die genossenschaftlichen Belange, im Gespräch mit unserer Zeitung erläuterten, sollen an der Grenze zum geplanten Altstadt-Sanierungsgebiet zwölf Stadtwohnungen errichtet werden. Sie sind 56 bis 116 Quadratmeter groß und werden nach den individuellen Wünschen der Bewohner gestaltet. Diese sind durch Einlagen mit zusammen 29 Prozent an den Gesamtkosten beteiligt. Je nach Größe der Wohnung zahlt der Einzelne zwischen 49 500 und 85 000 Euro. Hinzu kommt bei einer Laufzeit von 30 und einer Kündigungsfrist von zwei Jahren Jahren ein monatliches Nutzungsentgelt.

Schon vor dem ersten Spatenstich finden monatliche Treffen der „Mieter“ statt. Dabei werden Einzelheiten der Einrichtung geklärt. Die Zusammenkünfte können nach Fertigstellung des Gebäudes in einem Pavillon im Innenhof fortgesetzt werden. Auch Aktivitäten wie Grillen oder Müllsammeln sind vorgesehen.

Der Baubeginn ist für April 2014 geplant. Bedingung ist, dass dann 80 Prozent der Wohnungen vergeben sind. Die Ersten sollen im Frühjahr 2015 einziehen. Bis Freitagabend hatte die Genossenschaft drei Mitglieder.

Bürgermeister Pierre Gilgenast begrüßt die städtebauliche Veränderung, der zwei Gebäude weichen müssen, als Belebung der Innenstadt. Damit werde auch weiterer Wohnraum für die ältere Generation geschaffen.

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