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Landeszeitung

22. August 2017 | 17:02 Uhr

Handball : Die nächste fiese Klatsche

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

TSV Alt Duvenstedt lässt bei der 29:39-Niederlage in Wittorf viele Chancen aus.

Sie wollten sich steigern, sie wollten sich nicht wieder wie geprügelte Hunde fühlen. Zumindest Letzteres misslang. Die Oberliga-Handballer des TSV Alt Duvenstedt kassierten wie schon in Ellerbek eine fiese Klatsche. Die SG Wift fertigte den TSV mit 39:29 (18:13) ab. Trainer Thomas Carstensen und seine Männer schlichen mit hängenden Köpfen aus der Neumünsteraner KSV-Halle.

Die letzten zehn Minuten verloren die Gäste mit 2:10. Der Coach erkannte dennoch einen Lichtschimmer am Ende des Tunnels. „Ich kann mit der Leistung nicht zufrieden sein. Wir haben grobe Fehler gemacht und uns in der Schlussphase blöd angestellt. Aber wir haben uns nicht aufgegeben. Es gab trotz allem einige positive Ansätze“, bilanzierte Carstensen.

Spielerisch waren die Alt Duvenstedter in der ersten Hälfte allemal gleichwertig. Es gab nur einen, dafür aber entscheidenden Unterschied. Wifts Torhüter André Hoffmann gewann das Duell mit seinen Gegenübern Freddy Klapdor und Lasse Quarck klar. Vorne warfen die TSV-Schützen Hoffmann zum „Weltmeister“ (O-Ton Carstensen), hinten standen die Keeper oft auf verlorenem Posten. 29 Fehlwürfe registrierte Carstensen über die gesamte Spielzeit. „Das war unser großes Problem“, konstatierte der Coach.

Nach dem Seitenwechsel haderten die Gäste zunehmend mit den Schiedsrichtern. Carstensen war überhaupt nicht einverstanden mit der Leistung der beiden Unparteiischen: „Die Wifter konnten sich wirklich nicht beschweren.“ Seine Schützlinge mussten kurz nach Wiederanpfiff einige Zeitstrafen abbrummen, deren Richtigkeit Carstensen bezweifelt. „Die Pfiffe muss ich mir auf Video nochmal anschauen. Im Spiel konnte ich sie nicht nachvollziehen.“ Die Hausherren nutzten die Überzahlsituationen gnadenlos aus (29:23). Die rechte Seite der SG mit Bennet Kretschmer und Lars Bente bekamen die Alt Duvenstedter nie in den Griff. Erst als Youngster Lasse Quarck, der gegen Wift sein Punktspieldebüt feierte, einige schmucke Paraden zeigte, roch der TSV noch einmal Morgenluft (29:27, 49.). Doch die Endphase gehörte nur noch den Wiftern, die einen Konter nach dem anderen laufen durften, weil die Alt Duvenstedter vorne reihenweise Bälle abschenkten. „Das war wilde Sau“, kommentierte Carstensen.

Jetzt hat der Trainer bis zum 18. Oktober Zeit, seine „Säue“ wieder einzufangen. Dann geht es im Derby gegen die HSG Hohn/Elsdorf.

TSV Alt Duvenstedt: Klapdor (1.- 20., ab 53.), Quarck (20.- 53.) – Eichstädt (8/5), Voß (2), Hagge (4), Koslowski (1), Dau (6), Frahm (1), Schwarz (2), Buechler (2), N. Petersen, Müller (2), Höpfner, Palkus (1).


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