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„Die Kultur in Rendsburg und Eckernförde vernetzen“

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Auf einer Reise durch den Kreis zeigte der Kulturbeauftragte Reinhard Frank die Vielfalt der heimischen Kunst

shz.de von
erstellt am 05.Okt.2014 | 13:50 Uhr

„Dass es so etwas Schönes hier gibt, vermutet man gar nicht“, staunte Kreispräsident Lutz Clefsen, als er mit einer Gruppe Kreistagsmitglieder durch den Garten von Magdalene Abel streifte. Mitten auf dem Land hat die Bildhauerin ein Atelier eingerichtet. In ihrem „Roten Haus“ in Oldenbüttel am Nord-Ostsee-Kanal fertigt die freischaffende Künstlerin Skulpturen, Reliefs, Mobiles, Steinguss- und Tonfiguren, Bilder oder Moniereisenobjekte. Einige ihrer farbenfrohen Werke bereichern ihren Garten. Sie sind ein echter Hingucker, wenn man denn gerade zufällig an ihrem Haus vorbeikommt. „Genau das ist der Grund, warum ich die Tour durch den Kreis Rendsburg-Eckernförde durchgeführt habe“, erklärte der Kreisbeauftragte für Kulturangelegenheiten Reinhard Frank.

Viele wüssten nicht, wie vielfältig das Kunst- und Kulturangebot im Kreis ist, was für kreative Künstler aller Art auf dem Land tätig sind. Um diese Vielfalt erlebbar zu machen, aber auch um ein Bewusstsein für das Kunst- und Kulturangebot zu schaffen, lud Reinhard Frank Mitglieder des Kreistages jetzt zu einer Kultur-Reise ein. „Es muss eine Verbindung zwischen Rendsburg und Eckernförde entstehen“, meint Reinhard Frank. Der Bindestrich zwischen den Städten sei wie ein trennendes Minuszeichen, das in ein Plus umgewandelt werden müsse, um beide Gebiete weiter kulturell miteinander zu vernetzen. Von Rendsburg und Eckernförde aus führte die Tour zum Kunstschmied Patrick Schloßer in Altenhof, zum Komponisten, Cellisten und Maler Gerald Eckert nach Eckernförde, zum Schleswig-Holsteinischen Künstlerhaus Otte 1 in Eckernförde, zum Phonomuseum „Alte Schule“ in Holzdorf, zu einer Krimi-Lesung bei der Autorin Stefanie Viereck in Nienborstel-Dörpstedt und zum Schluss zum Atelier von Magdalene Abel. Die Teilnehmer erlebten einen Tag Kultur hautnah, schauten den Künstlern über die Schulter. Die Fahrt im Bus über Nebenstrecken durch die Landschaften sei dabei bewusst gewählt worden, „damit die Mitreisenden bei der Fahrt zwischen den Stationen Zeit haben, das Erlebte zu verinnerlichen und Eindrücke zu verarbeiten, dabei gleichzeitig einen Blick von oben aus dem Bus auf die Landschaft haben, die auch ein Stück Kultur ist“, erläutert Reinhard Frank.

Die Auswahl der Künstler erfolgte nicht nach Wertigkeit, sondern nach Vielfalt, um die Bandbreite aufzuzeigen. „Viele der Mitfahrer waren sehr angetan von dem, was sie heute kennen gelernt haben. Mir ist wichtig, dass sie die Notwendigkeit sehen, dass Kunst und Kultur nicht aus sich selbst heraus entstehen. Sie sind ein Stück gemeinsame Geschichte, die erhalten werden muss“, so Reinhard Frank. Kultur sei so wichtig wie Essen und Trinken und eine Investition in die Zukunft. „Ohne Kultur würden wir ein Stück Identität verlieren.“

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