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Gemeindevertretung : Die Krippe hält Owschlag jung

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Kinderbetreuung spielt eine zentrale Rolle für die Lebensqualität in einer Gemeinde. In Owschlag ist die Krippe voll ausgelastet. Der Bau der Einrichtung sei eine richtige Investition in die Zukunft gewesen.

Bis zum Jahr 2025 wird sich die Einwohnerzahl von Owschlag nicht wesentlich verändern. Die Altersstruktur schon. Auch in Owschlag werden die Menschen nicht unbedingt weniger, aber älter. Diese Prognose zeigte Jürgen Wittekind vom Institut Raum und Energie in der jüngsten Gemeindevertretersitzung in Owschlag auf.

Die Absprache über das weitere Vorgehen im Rahmen des Masterplans Daseinsvorsorge war einer der Tagesordnungspunkte der Sitzung. Klar ist: Aufhalten lässt sich der demografische Wandel nicht, doch kann jede Gemeinde für sich eine Handlungsstrategie entwickeln und Potenziale in der vorhandenen Infrastruktur zu nutzen, um dem Wandel aktiv zu begegnen. „Herr Wittekind bescheinigte uns aufgrund der vorhandenen Infrastruktur in Owschlag eine gute Ausgangslage“, fasste Bürgermeisterin Christiane Ostermeyer die wichtigsten Aussagen zusammen. „Der Bahnanschluss ist ein Pfund, mit dem wir wuchern können, aber auch das Vorhalten des Kindergartens, der Krippe und der Grundschule bieten wichtige Voraussetzungen für den Erhalt einer ansprechenden Wohnqualität in der Gemeinde. Alles in allem sind wir auf einem guten und richtigen Weg“, sagte Ostermeyer. Das sei aber nicht selbstverständlich. Im Gegenteil: „Wir müssen unbedingt am Ball bleiben und dürfen nicht nachlassen“. So sei die Krippe voll ausgelastet und die Gemeinde bemüht, alle Elternwünsche, sofern es irgendwie geht, zu erfüllen.

Um auch die älteren Mitbürger der Gemeinde verstärkt in das Ortsgeschehen einzubinden, könne sie sich vorstellen, einen Seniorenbeirat einzurichten. Das sei aber vorerst nur eine Idee und ein Vorschlag, der in den Ausschüssen weiter beraten werden soll.

Beratungsbedarf gab es auch bei den wiederkehrenden Straßenausbaubeiträgen, die ebenfalls Thema der Sitzung waren, jedoch ohne weitere Beschlussfassung besprochen wurden. Um im kommenden Jahr per Ausbausatzung Beiträge von Grundstücks- und Landeigentümern an überwiegend privat genutzten Wegen generieren zu können, aber auch um Rechtssicherheit zu schaffen, sei es notwendig, im Vorwege ein Straßeninvestitionskataster zu erstellen. Darin wird der Zustand aller Straßen in der Gemeinde erfasst sowie die Höhe des Aufwands, mit dem diese Straßen saniert oder ausgebaut werden müssten. Ein aufwendiges Verfahren, bei 266 Kilometer Straßenverlauf in der Gemeinde. Ob und wie dieses Kataster erstellt werden soll, werde noch weiter diskutiert werden müssen, sagte Ostermeyer. Klar sei nur, dass die Gemeinde am Plan festhalte, die Satzung soweit voranzubringen, um im kommenden Jahr erste Beiträge erheben zu können. Das sei ein schwieriges Thema, weiß die Bürgermeisterin und rechnet mit dem Widerstand der Betroffenen. „Wer will schon freiwillig für seine Straße zahlen?“.

Beim Feng-Shui-Baugebiet „westlich Steinsiekener Weg“ soll sich nichts an den bisher festgelegten Rahmenbedingungen ändern. „Die Nachfrage in dem Gebiet entwickelt sich, deshalb belassen wir die Festsetzungen im Bebauungsplan so wie sie sind“, erklärte die Bürgermeisterin.

Den Plänen der Telekom, die Telefonstation am Bahnhof abzubauen, werde man hingegen eine Absage erteilen. „Zwar leben wir im Zeitalter des Mobiltelefons, aber auch das kann mal ausfallen oder zu Hause vergessen werden. Da ist es wichtig, im Notfall ein Telefon in der Nähe zu haben, über das sich gegebenenfalls ein Notruf ohne Kleingeld oder EC-Karte absetzen lässt“, begründet Ostermeyer den Entschluss.

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