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Kirchenportal geschlossen : Die Kirchentür ist zugemauert

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Hademarscher St.-Severin-Kirche ist auf unbestimmte Zeit geschlossen. Das beschloss der Kirchengemeinderat in seiner Sitzung am Montagabend. Der Grund dafür waren vom Gutachter entdeckte neue Risse im Mauerwerk.

Seit gestern ist das Hauptportal der St.-Severin-Kirche in Hademarschen zugemauert. Das hatte der Gutachter, der seit Monaten die Risse in der Kirche kontrolliert, empfohlen, da in den letzten Wochen immer mehr Risse auch in der Nähe der Haupttür sichtbar wurden.

Deshalb hat der Kirchengemeinderat in einer Sondersitzung am Montagabend entschieden, die Kirche komplett zu schließen, auch wenn es noch zwei weitere Eingänge gibt. Doch der Gemeinderat entschied sich für die Sicherheit und für die sofortige Schließung.

„Das ist eine bittere Angelegenheit“, meinte dazu Propst Matthias Krüger. Er habe Respekt vor der Entscheidung des Kirchengemeinderats, das sei keine einfache Situation, sagte Krüger in einem Pressegespräch. Das einzig Gute sei, das es nun eine klare Entscheidung gebe, lobte Krüger.

Gottesdienste und Amtshandlungen werden ab sofort in der Kirche in Gokels stattfinden, erklärte Pastorin Diana Krückmann. Derzeit laufen Überlegungen, ob eventuell ein Fahrdienst angeboten wird. Die nächsten drei Gottesdienste hätten ohnehin nicht in der Kirche stattgefunden, erklärte die Pastorin weiter. Über das weitere Vorgehen wird der Kirchengemeinderat in seiner nächsten Sitzung entscheiden und die Gemeinde anschließend informieren.

Große Ungewissheit herrscht jetzt in der Kirchengemeinde über das weitere Vorgehen. Schon seit 2011 läuft ein Beweissicherungsverfahren beim Landgericht Kiel zur eventuellen Durchsetzung von Mängelgewährleistungsansprüchen. Überprüft wird auch, was die Ursache für die Baumängel ist und wer dafür die Verantwortung trägt, auch finanziell. Es gibt jedoch keinerlei Hinweise darauf, wann dieses Verfahren abgeschlossen sein wird. Über eine mögliche Sanierung der Kirche kann aber erst danach beraten und entschieden werden. Vermutlich werden einige Jahre vergehen, bevor die Hademarscher ihre Kirche wieder betreten können. Denn auch die Sanierungsarbeiten werden einige Zeit in Anspruch nehmen.

Pastorin Krückmann meinte dazu, dass man die Ängste der Menschen ernst nehmen müsse, daher sei der schwere Entschluss zur Schließung der Kirche auch einstimmig gefallen. Sie setzt auf die Geduld aller Beteiligten und lobt die gute Zusammenarbeit mit dem Kirchenkreis und der Landeskirche. Mit der derzeitigen Ungewissheit müsste die Gemeinde nun leben. Das Problem sei, das noch überhaupt kein Zeitplan aufgestellt werden könne. Alles hänge von dem Gerichtsverfahren ab und trotz aller Bemühungen sei es bisher nicht gelungen, von dort einen Termin genannt zu bekommen.

 

 

 

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erstellt am 11.Sep.2013 | 06:00 Uhr

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