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Vorwahlen : Die Jugend geht schon früher wählen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

DLRG-Nachwuchs macht am Freitag bei der U18-Wahl des Kinderhilfswerks mit. Echte Stimmzettel wandern dann in eine echte Wahlurne. Teilnehmen können alle Kinder und Jugendlichen.

In Rendsburg findet die Bundestagswahl früher und dann auch noch in einem Wahllokal beim Nachwuchs der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft statt: Diese Behauptung trifft natürlich nicht generell zu, hat aber im Bezug auf alle unter 18-jährigen Bewohner der Stadt durchaus ihre Richtigkeit. Sie können anders als die älteren Mitbürger, die erst am Sonntag, dem 22. September, ihre Stimmen abgeben werden, tatsächlich schon am kommenden Freitag bei der DLRG-Jugend zur Wahl gehen.

Unter der Organisation des Deutschen Kinderhilfswerks haben am 13. September bundesweit alle Kinder und Jugendlichen bis 18 Jahre – ganz gleich welcher Nationalität – die Möglichkeit, ihre politische Meinung kundzutun. Und das auf einem richtigen Stimmzettel, also so wie bei der „echten“ Wahl neun Tage später.

Ziel der deutschlandweiten Veranstaltung sei es, junge Menschen dabei zu unterstützen, Politik zu verstehen, Unterschiede in den Partei- und Wahlprogrammen zu erkennen und Versprechen der Politiker zu hinterfragen. So könnten die heranwachsenden Wähler die Fähigkeit entwickeln, eigene Interessen auszumachen und Antworten auf politische Fragen selbst zu finden.

Das 1996 in Berlin gestartete Projekt ist nach den Informationen des Veranstalters zu der größten politischen Bildungsinitiative für Kinder und Jugendliche in Deutschland herangewachsen. Natürlich darf Rendsburg da nicht fehlen. Simon Landt (18), der Jugendvorsitzende der DLRG Rendsburg, hat nicht gezögert, als ihm angeboten wurde, ein Wahllokal für die U18-Wahl im Vereinsheim der DLRG einzurichten.

„Wir werden am Freitag von 15 bis 18 Uhr unser ‚Wahllokal‘ für alle Kinder und Jugendlichen aus Rendsburg und Umgebung öffnen.“ Alle wichtigen Informationen für die Teilnehmer werden im Wahllokal ausliegen. Simon Landt: „Wir bieten jedem einen Überblick über die Kernaussagen der Parteiprogramme zu jugendspezifischen Themen sowie eine Broschüre über die Wahlen im Allgemeinen.“ Selbstverständlich erhält jeder auch einen eigenen Stimmzettel, auf dem realitätsgleich eine Erst- und Zweitstimme abzugeben ist. Es kandidieren dieselben Parteien mit denselben Spitzenkandidaten wie bei der Wahl, welche später die „Großen“ zu treffen haben. Je nach Bedarf und Andrang der Wähler werden die Stimmzettel ausgedruckt. Nach der Stimmabgabe in einem geschlossenen Raum des DLRG-Vereinsheims, welcher als Wahlkabine fungiert, wandern die ausgefüllten Stimmzettel in eine von der Stadt Rendsburg bereitgestellte offizielle Wahlurne, die auch bei der Bundestagswahl am 22. September eingesetzt wird. Eine Besonderheit ist, dass auch Geschlecht und Alter der Wahlteilnehmer erfasst werden.

Um 18 Uhr werden die Vereinsmitglieder mit dem Auswerten der Stimmzettel beginnen. Mittels eines Internetformulars werden die Ergebnisse an die U18-Landeszentrale übermittelt, sodass um 19 Uhr mit den ersten Hochrechnungen auf der offiziellen Internetseite www.u18.org zu rechnen ist.

„Im Vergleich zur Anzahl der Wahllokale in anderen Bundesländern, wie zum Beispiel 194 in Nordrhein-Westfalen, gibt es in Schleswig-Holstein mit sieben deutlich weniger Wahllokale. Auch deshalb hat sich die DLRG-Jugend für die Beteiligung an der U18-Wahl entschieden“, erklärt Simon Landt.

Alle an der Wahl Interessierten sind ohne Voranmeldung und ohne eine an die Erwachsenen zuvor verschickte Wahlbenachrichtigung am Freitag, zwischen 15 und 18 Uhr im Vereinsheim der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft Rendsburg, An der Untereider 17a (hinter der Kindertagesstätte Stadtpark), willkommen.


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erstellt am 10.Sep.2013 | 06:00 Uhr

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