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Landeszeitung

15. Dezember 2017 | 00:00 Uhr

Judo : Die Judo-Stadt Rendsburg boomt

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Beim 31. Neujahrsturnier des Rendsburger TSV waren 300 Judoka am Start und die Kapazitäten sind allmählich ausgeschöpft.

shz.de von
erstellt am 05.Feb.2014 | 06:44 Uhr

Kämpft, kämpft – feuerten die Trainerinnen und Trainer an den vier Matten ihre Schützlinge immer wieder an. Zwar ging die eine oder andere Anweisung im Eifer des Gefechts unter, aber das Niveau beim 31. Neujahrsturnier der Judoabteilung des Rendsburger TSV konnte sich sehen lassen.

Über 300 Judoka aus knapp 40 Vereinen hatte Organisator Gerhard Rodigast mit seinen Mitstreitern in die Sporthalle der Christian-Timm-Schule gelockt und muss so langsam über bauliche Veränderungen nachdenken. „Das ist in Schleswig-Holstein das größte Turnier dieser Art. So langsam stoßen wir mit den Teilnehmerzahlen an die Grenze“, meinte Rodigast. Im Alter von sechs Jahren bis zur Ü30 duellierten sich die Judoka um die besten Griffe sowie Wurf- und Haltetechniken. Besonders wohl schienen sich die Aktiven aus Dänemark zu fühlen. Aus der Region um Aalborg waren allein sieben Vereine mit über 20 Aktiven angereist. „Wir nehmen immer gern an diesem Turnier teil. Das ist hier eine sehr angenehme Atomsphäre“, erklärte stellvertretend Helle Kirketerp (Orso Judoklub). Für die Gäste aus dem Norden ist Rendsburg zur zweiten Judo-Heimat geworden. Und die Stadt am Kanal verfügt mittlerweile offenbar über heilende Kräfte. „Ich war eigentlich krank. Doch als es hieß in Rendsburg zu kämpfen, wurde ich ganz schnell gesund“, veriet der zehnjährige Verner Torensma vom Orso Judoklub verschmitzt. Mit Rang drei in der Altersklasse U12 (34 kg) nahm er sogar eine Bronzemedaille mit in die Heimat.

Doch nicht allein zahlenmäßig stellten die Dänen eine der stärksten Mannschaften. Mit dem zwölfjährigen Martel Harboe (Orso Judoklub) war der Dänische Meister in dieser Altersklasse am Start. Seit sechs Jahren steht er auf der Judomatte und lernte in Rendsburg den älteren Gegnern das Fürchten. In der Klasse U15 (47 kg) holte er den Sieg. „Das Pinneberger Bären-Turnier habe ich auch schon gewonnen“, war Harboe stolz, erneut ein Turnier in Deutschland gewonnen zu haben. Für die zehn Kampfrichter gab es reichlich Arbeit. In gut 90 Pools gab es fast 1000 Kämpfe, die je nach Altersklasse von unterschiedlicher Dauer waren. Auch in diesem Jahr war die Altersklasse Ü30 ausgeschrieben. „Das hat sich bewährt und wurde sehr gut angenommen. Aktive dieser Klasse haben wenig Gelegenheit, sich mit Gleichaltrigen zu messen. Das werden wir auch im nächsten Jahr bestimmt wieder anbieten“, meinte Rodigast der hier Pionierarbeit geleistet hat.

Und natürlich konnte auch der gastgebende Rendsburger TSV Erfolge davontragen. Lars Lehmann (U18/56 kg), Thomas Fischinger (Ü30/83 kg) und Haakon Meisner (U15/45 kg) standen am Ende des zweitägigen Turniers ganz oben auf dem Siegerpodest.

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