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Mensch im Mittelpunkt : Die Helfer haben jetzt einen Helfer

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Kirchenkreis stellt Koordinator für Flüchtlingsarbeit vor. Offene Sprechstunde in der Migrationsberatung.

„Mensch im Mittelpunkt“ steht auf seiner Visitenkarte – und das zeichnet auch seine Arbeit aus. Seit sechs Wochen ist Walter Wiegand Koordinator für Flüchtlingsarbeit im Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde. Er gehört zum Team des Diakonischen Werkes und steht den Ehrenamtlichen im Kirchenkreis mit Rat und Tat zur Seite.

„Ich begleite, betreue und berate ehrenamtliche Initiativen und Personen und sehe mich als Helfer der Helfer“, beschreibt der 63-Jährige seine Tätigkeit. „Die Interreligiosität, aber auch Interkulturalität können beispielsweise Probleme bereiten. So kann die Hilfsbereitschaft auch in etwas Selbstschädigendes abgleiten, was wir von vornherein verhindern wollen“, erklärt Propst Sönke Funck. Außerdem seien die Freiwilligen mit einer Not konfrontiert, die sie selbst nicht lösen können – eine belastende Situation. Hier ist Wiegand ein Ansprechpartner.

Sein Einzugsbereich reicht von Wacken bis Waabs, wie er selbst sagt. Der Emkendorfer schätzt, dass in dem Gebiet zwischen 300 und 500 Ehrenamtliche tätig sind, denen er schnell und unbürokratisch Hilfe vermittelt und Fragen aus „dem alltäglichen Wahnsinn unten an der Basis“ beantwortet.

Außer Wiegand arbeiten derzeit noch sieben andere hauptamtlich Beschäftigte im Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde im Bereich Flüchtlingsarbeit und Migrationsberatung, weiß Diana Marschke, Geschäftsführerin des Diakonischen Werkes. Dazu gehören Tatjana Owodow und Gregor Ferczynski. Die beiden Migrationsberater betreuen unter anderem Flüchtlinge, Aussiedler und EU-Bürger aller Altersgruppen und Herkunftsländer. Die beiden beraten zu Themen wie Zuwanderung, Asylverfahren, schulischen Fragen und unterstützen bei Behördenkontakten. Ganz neu ist eine offene Sprechstunde, die keinen Termin erfordert. Sie findet immer donnerstags von 9 bis 12 sowie von 14 bis 16 Uhr in der Prinzenstraße 13 statt. „Wir möchten Menschen Unterstützung bieten, sich in ihrem neuen Leben in unserem Land zurechtzufinden“, erklärt Tatjana Owodow. Jeder sei herzlich willkommen – egal mit welchem Status und egal mit welcher Thematik. Wiegands neu geschaffene Stelle als Koordinator der Flüchtlingsarbeit sei dabei eine echte Entlastung, berichtet auch Gregor Ferczynski.

Ursprünglich war eine Halbtagsstelle geplant – „bis sich die aktuelle Flüchtlingsdynamik entwickelt hat“, so Funck. Die Vollzeitstelle wird zu 90 Prozent von der Nordkirche finanziert, die restlichen zehn Prozent steuert der Kirchenkreis bei. Auch in den anderen zwölf Kirchenkreisen der Nordkirche wurde eine entsprechende Stelle geschaffen. Walter Wiegand freut sich auf seine Aufgaben – überall werde er positiv empfangen und bekomme von den Ehrenamtlichen viel Dank und Lob für seine Arbeit.

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erstellt am 25.Sep.2015 | 09:39 Uhr

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