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Fussball-Kreisklasse A : Die halbe Liga muss zittern

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Am 26. Spieltag der Fußball-Kreisklasse A ist im Titelkampf noch keine Vorentscheidung gefallen, weil Tabellenführer SG BSV/EMTV verlor und Verfolger Wittensee gewann. Auch die Abstiegsfrage ist weiterhin ungeklärt.

Am 26. Spieltag der Fußball-Kreisklasse A Rendsburg-Eckernförde ist noch keine Vorentscheidung im Titelkampf gefallen, weil sich die führende SG BSV/EMTV eine 1:2-Niederlage beim SSV Bredenbek leistete und der Wittenseer SV beim FC Fockbek mit 2:0 gewann. Völlig offen ist auch weiterhin die Frage nach den möglichen Absteigern. Die halbe Liga muss um den Klassenverbleib fürchten. Großer Gewinner war an diesem Wochenende der TSV Rieseby, der mit einem 2:1-Erfolg über den Gettorfer SC II als einziges Team aus der unteren Hälfte drei Punkte holte.

SV GW Todenbüttel – TuS Rotenhof II 5:3 (1:0)

Die Grün-Weißen wussten, dass sie selbst bei einem Sieg nicht mehr ins Aufstiegsrennen würden eingreifen können. „Nach der Niederlage bei IF war die Spannung ein wenig raus. Die Laufbereitschaft ließ zu wünschen übrig und auch das Passspiel war insbesondere vor dem Seitenwechsel viel zu ungenau“, kritisierte Sprecher Dieter Krompholz. Trotzdem hätte sein Team zur Pause mit 3:0 vorne liegen können, doch zwei Mal scheiterte man am Pfosten (35., 40.). In der zweiten Halbzeit entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit einem entscheidenden Unterschied: Jorge Illing erlegte den TuS, der sich in keiner Phase abschütteln ließ, mit drei Treffern fast im Alleingang.

Tore: 1:0 Torben Paulsen (20.), 1:1 Dennis Schulz (48.), 2:1 Timo Ihfe (51., FE), 3:1 Illing (65.), 3:2 Manuel Bart (67.), 4:2 Illing (84.), 4:3 Bart (87.), 5:3 Illing (88.).



Osdorfer SV II – Eckernförde IF 1:2 (1:1)

Die OSV-Reserve hätte diese Partie nicht verlieren müssen, denn anders als bei der klaren Hinspielniederlage (0:5) präsentierte man sich auf Augenhöhe. „Bei den wichtigen Szenen zeigt sich dann aber, wer oben und wer unten steht“, trauerte OSV-Trainer Mike Lindner insbesondere der Großchance von Nils Schultz nach, als dieser das 2:0 auf dem Fuß hatte (17.). So egalisierten die Gäste den Führungstreffer von Schultz (12.) durch Oleg Raider (24.). Im zweiten Durchgang blieb es ein ausgeglichenes und kampfbetontes, aber trotz der Hinausstellungen nie unfaires Spiel, in dem der Tabellendritte das bessere Ende für sich verbuchen konnte: Im Anschluss an eine Ecke kam Eugen Weber frei zum Kopfball und beförderte das Spielgerät unhaltbar zum 2:1 in die OSV-Maschen (56.).

Tore: 1:0 Schultz (12.), 1:1 Raider (24.), 1:2 Weber (56.).
Rote Karte: Torben Klos (72., Tätlichkeit, Eckernförde).
Gelb-Rote Karte: Schultz (88., wdh. Foulspiel, Osdorf).


Brekendorfer TSV – FSV Friedrichsholm 7:1 (3:0)

Für die Brekendorfer ging es um nichts mehr, während der FSV dringend jeden Punkt im Kampf um den Klassenerhalt benötigt. Davon war über weite Strecken jedoch nichts zu sehen. Die Hausherren bestimmten mit Ausnahme der Anfangsphase eindeutig das Geschehen. „Anders als Bayern München haben wir mit unserem 75-prozentigen Ballbesitz auch etwas anfangen können und die Überlegenheit in Tore umgemünzt“, scherzte TSV-Trainer Mario Sörensen. Es dauerte allerdings bis zur 35 Minute, ehe Torjäger Henrik Staack mit seinem 18. Saisontreffer den Torreigen eröffnete. Als die Heimelf noch vor dem Seitenwechsel auf 3:0 erhöhte (38., 39.), war der Widerstand der Gäste endgültig gebrochen.

Tore: 1:0 Staack (35.), 2:0 Frank Haak (38.), 3:0 Sönke Drews (39.), 4:0 Hauke Drews (47.), 5:0 Dennis Schneider (53.), 5:1 Daniel Becker (65.), 6:1 Oliver Braasch (76.), 7:1 Staack (85.).



SSV Bredenbek – SG BSV/EMTV 2:1 (0:1)

Es war eine ungewohnte Situation für den souveränen Tabellenführer, denn die SG-Spieler wussten schon gar nicht mehr, wie sich eine Niederlage anfühlt. Die letzte datiert vom 20. Oktober letzten Jahres (1:2 beim SV Fleckeby). SSV-Trainer Peter Heuer sprach von einem glücklichen Sieg seiner Mannschaft: „In der ersten Halbzeit sind wir dem Ball und Gegner nur hinterher gelaufen. Das 0:1 zur Pause war auch deshalb sehr schmeichelhaft.“ Lediglich Lennart Stock traf für die Gäste (37.). „Nach Wiederbeginn ist es uns dann gelungen, viel konsequenter und schneller zu stören und dabei auf Fehler der SG zu lauern“, erklärte Heuer, wie das Spiel kippen konnte. Philipp Möller egalisierte nach starker Einzelleistung (65.), und Kristopher Krey schloss einen Konter erfolgreich ab (82.).

Tore: 0:1 Stock (37.), 1:1 Möller (65.), 2:1 Krey (82.).



TSV Rieseby – Gettorfer SC II 2:1 (1:1)

Der Aufsteiger revanchierte sich für die deutliche Schlappe im Hinspiel (1:6) und holte sich ganz wichtige Zähler im Abstiegskampf, während der GSC den Befreiungsschlag verpasste. „Bei unserem katastrophalen Torverhältnis brauchen wir unbedingt einen Punkt mehr als die Konkurrenz“, atmete TSV-Spielertrainer Torsten Hauns erleichtert auf. Zunächst musste die Heimelf aber den frühen Rückstand verdauen. Ulrich Begier traf schon nach drei Minuten. Auch wenn der TSV in Zukunft mehr auf den Nachwuchs setzen will, kann er noch nicht auf seine Routiniers verzichten: Hauns besorgte nach Vorarbeit von Jonas Krüger das 1:1 (29.), und Heiko Otto verwertete eine Kopfballverlängerung von Michael Matuszewski zum Last-Minute-Sieg (90.).

Tore: 0:1 Begier (3.), 1:1 Hauns (29.), 2:1 Otto (90.).



FC Fockbek – Wittenseer SV 0:2 (0:0)

Die Fockbeker waren gegen den Tabellenzweiten dicht dran an einem Remis. Einen Klassenunterschied konnte FC-Sprecher Steffen Sievers nicht ausmachen. „Über weite Strecken war es eine durchaus ausgeglichene Begegnung. Allerdings haben die Gäste ihre sich bietenden Chancen im Gegensatz zu uns genutzt.“ Vor der Pause sahen die Zuschauer nur wenige gute Möglichkeiten auf beiden Seiten, so dass das torlose Remis absolut in Ordnung ging. Nach einer Standardsituation traf Kim-Patrick Asseln zum 0:1 (60.). „Das war für uns aufgrund der körperlichen Unterlegenheit nicht zu verteidigen“, so Sievers, der sich eher über eine andere Szene ärgerte: „Piet Schulz wird im Strafraum klar gefoult (70., d. Red.), doch der Pfiff blieb leider aus.“ Aber auch so besaß der FC einige sehr gute Gelegenheiten, um einen Punkt mitzunehmen.

Tore: 0:1 Asseln (60.), 0:2 Torben Wulf (67.).
Rote Karte: Schulz (70., Schiedsrichterbeleidigung, Fockbek).



SV Fleckeby – SV Holtsee 6:2 (3:0)

Die Fleckebyer wahrten mit diesem am Ende ungefährdeten Erfolg ihre Chancen. „Ich will vom direkten Wiederaufstieg nichts wissen. Dazu müssten wir auch erst einmal unsere Nachholpartien gewinnen“, steht für Francois Cassini das Wort „Kreisliga“ weiter auf dem Index. Gegen den Tabellenletzten hatte sein Team vor der Pause alles im Griff. Jens Matthiesen holte mit einem lupenreinen Hattrick (18., 28., 30.) die Keule raus und sorgte mit dem 3:0 scheinbar schon für klare Verhältnisse. Nach Wiederbeginn leistete man jedoch Aufbauarbeit und gestattete den Gästen innerhalb von drei Minuten zwei Treffer (58.,60.). „Zum Glück haben wir darauf schnell reagiert“, so Cassini.

Tore: 1:0, 2:0, 3:0 J. Matthiesen (18., 28., 30.), 3:1 Christoph Franke (58.), 3:2 Steffen Marten (60.), 4:2 Sascha Kledzinski (63.), 5:2 Keven Neumann (65.), 6:2 J. Matthiesen (90.+1).
Rote Karte: Benjamin Wiese (64., absichtl. Handspiel, Fleckeby).

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