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1. Basketball-Regionalliga : Die große Sopha-Show

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Beim 81:73-Sieg des BBC Rendsburg in der 1. Basketball-Regionalliga über die Hannover Korbjäger bot Patrick Sopha eine überragende Leistung. Durch den Sieg haben die Twisters den Klassenerhalt so gut wie sicher.

Martell Collins riss die Arme in die Höhe, Christopher Geist fiel Morris Brodersen um den Hals, Fabian Kleveman ballte die Fäuste und schrie seine ganze Freude heraus – nach dem 81:73 (18:25, 42:47, 66:62) über die Hannover Korbjäger ließen die Spieler des BBC Rendsburg ihren Gefühlen freien Lauf. Der Sieg bedeutete den fast sicheren Klassenerhalt in der 1. Basketball-Regionalliga. Zwar bleibt immer noch ein geringes Restrisiko, doch bei nur noch fünf ausstehenden Spielen haben die Twisters ein Polster von sechs Punkten auf die Niedersachsen, die durch die Niederlage vom Sonnabend auf den letzten Platz abgerutscht sind.

„Das sollte es eigentlich gewesen sein“, sagte ein sichtlich erleichterter BBC-Coach Bjarne Homfeldt. „Der Druck war schon groß. Hätten wir heute verloren, wäre es noch einmal ganz kritisch geworden.“ Denn das bisherige Schlusslicht WSG Königs Wusterhausen bezwang überraschend den SC Rasta Vechta. Im Falle einer Niederlage wäre der Vorsprung auf den Abstiegsplatz auf zwei magere Punkte zusammengeschrumpft. Doch das große Zittern bleibt den Twisters und seinen Fans, die wieder einmal für eine in dieser Liga außergewöhnliche Stimmung gesorgt hatten – 432 Zuschauer (!) waren in die Herderhalle gekommen – wohl erspart. Homfeldt: „Es ist schon beeindruckend, wie die Mannschaft mit dieser Situation umgegangen ist.“ Vor allem ein Akteur zeigte sich frei von jeglicher Nervosität: Patrick Sopha. Der 19-jährige Aufbauspieler, der im bisherigen Saisonverlauf sein großes Potenzial lediglich angedeutet hatte, drehte zu Beginn des dritten Viertels fast im Alleingang die Partie zu Gunsten der Hausherren. Nach dem Anpfiff zu den zweiten 20 Minuten begann die große Sopha-Show. Mit der Präzision eines Chirurgen versenkte der Rendsburger gleich viermal in Folge den Ball von jenseits der Drei-Punkte-Linie und sorgte dafür, dass aus dem 42:47-Pausenrückstand eine 59:51-Führung wurde (25.). „Vor allem, dass er sich anschließend nicht überdreht und jeden Wurf genommen, sondern das Spiel weiter ruhig geordnet und seine Mitspieler in Position gebracht hat, war überragend und zeugt von seiner ganzen Klasse“, lobte Homfeldt. „Ich habe mich bei den Würfen sehr sicher gefühlt. So ein Spiel tut natürlich gut. In erster Linie zählt aber, dass wir gewonnen haben“, sagte Sopha, der seinem Trainer und den Fans allerdings noch eine kurze Schrecksekunde eingejagt hatte. Auf dem Weg zum sicheren 61:51 vertrat sich der Rendsburger bei einem Fast-Break den Fuß, verfehlte den Korb und humpelte anschließend mit schmerzverzerrtem Gesicht zur Auswechselbank. „Das war zum Glück dann doch nicht ganz so schlimm, aber einen kurzen Moment hatte ich doch Angst“, so Sopha, dessen vorübergehender Ausfall die Twisters kurzzeitig aus dem Rhythmus brachte. Die Korbjäger aus Hannover, die in Dallas Jamal Anglin (32 Punkte) den alles überragenden Spieler auf dem Parkett hatten, konnten den Rückstand bis zum Ende des dritten Viertels auf vier Punkte verkürzen. Und es wurde noch enger. Acht Minuten vor Spielende gelang Darius Marcinkevicius mit einem verwandelten Freiwurf der 68:68-Ausgleich. Doch die Twisters überstanden diese kritische Phase. (Natürlich) Sopha brachte die Hausherren wieder in Führung. Martell Collins und Neuzugang Mubarak Salami („Ich fühle mich immer besser“), der in seinem erst vierten Spiel für den BBC in der Schlussphase viel Verantwortung übernahm, sorgten mit weiteren Korberfolgen dafür, dass der Widerstand der Hannoveraner erlahmte, am Ende ein 81:73 auf der Anzeigetafel leuchtete – und für Glücksgefühle im Twisters-Lager sorgte.

BBC Rendsburg: Brodersen (5), Salami (16/1x3), Hillner (9/2x3), Gottschalk (4), Sopha (14/4x3), Collins (19/1x3), Rixen (2), Kleveman (2), Geist (10).

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erstellt am 27.Feb.2017 | 06:00 Uhr

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