Bauarbeiten in der Hohen Straße : Die Flaniermeile wird wieder flott gemacht

Die Steine müssen auf das exakt gleiche Niveau gebracht werden. Deshalb klopft Sven Gebhardt jeden Klinker mit dem Hammer fest.
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Die Steine müssen auf das exakt gleiche Niveau gebracht werden. Deshalb klopft Sven Gebhardt jeden Klinker mit dem Hammer fest.

Arbeiter erneuern Pflasterdecke in der Hohen Straße. Dabei kommt es zu Einschränkungen für Lieferverkehr.

shz.de von
16. Juli 2015, 05:00 Uhr

Bauarbeiter ziehen in der Hohen Straße seit gestern Morgen die neugierigen Blicke der Fußgänger auf sich. An der Ecke zur Kurzen Straße haben die Mitarbeiter des Tiefbauamtes sowie von der Firma Heinrich Brandt aus Westerrönfeld angefangen, die Pflasterflächen der Einkaufsstraße zu erneuern. So soll der „Flickenteppich“ in der Fußgängerzone beseitigt werden, über den sich einige Mitglieder im Bauausschuss beschwert hatten (wir berichteten).

Schon in den frühen Morgenstunden spülten die Männer die Steine mit einem Hochdruckreiniger blitzblank. Erst danach kann die Feinarbeit beginnen. Fugen werden neu aufgefüllt und kaputte Steine komplett ersetzt, erklärt Ulli Clausen vom Fachdienst Tiefbau gestern auf Nachfrage. Außerdem seien einige der Klinker zu tief im Boden verankert, sodass Unebenheiten entstanden sind. Diese werden jetzt auf ein Niveau gebracht, um Stolperfallen zu vermeiden. Eine Fläche von 50 Quadratmetern wird auf diese Weise erneuert.

Da die Bauarbeiter immer nur an einem Teil der Straße Hand anlegen, entstehen für Fußgänger kaum Beeinträchtigungen. Die Geschäftsleute müssen sich allerdings noch bis zum 31. Juli auf Einschränkungen einstellen. Denn für den Lieferverkehr wird die Flaniermeile während der Bauarbeiten teilweise gesperrt. Axel Bornhöft, Geschäftsführer von I.D. Sievers, sieht darin kein Problem. „Wir werden ohnehin von der Rückseite des Gebäudes beliefert.“ Der Geschäftsmann hatte sich Ende Juni in der Sitzung des Bauausschusses zu Wort gemeldet. Er kritisierte vor allem, dass kaputte Pflastersteine in der Vergangenheit herausgenommen und die Löcher einfach mit Asphalt aufgefüllt wurden. Jetzt ist der Geschäftsführer zufrieden: „Es ist gut, dass es jetzt mit Hauruck endlich losgeht. Man muss was für unsere Innenstadt tun.“

Natürlich gebe es wegen der Sanierungsarbeiten auch ein paar Einschränkungen für die Ladeninhaber. Aber sich darüber aufzuregen, mache für Bornhöft keinen Sinn. „Die Straße ist schließlich nicht komplett gesperrt, und die Arbeiten sollen Ende des Monats fertig sein.“ Auch Jana Dannemann, stellvertretende Leiterin der Markt-Apotheke in der Hohen Straße, sieht keine Probleme bei der Belieferung. Ein Hindernis war für sie und ihre Kollegen am Mittwochmorgen nur die Lautstärke: „Es ist schwierig, Kundengespräche zu führen. Aber klar, das muss gemacht werden. Ein paar Tage geht das schon. Wir wollen ja alle, dass die Straße wieder ordentlich aussieht.“

Als nächstes ist dann der Jungfernstieg dran. Auch dort soll das Pflaster erneuert werden. Vom 22. Juli bis 10. August wird die Straße zwischen Landestheater und der Straße Am Holstentor für Fahrzeuge voll gesperrt. Denn die sanierte Fläche muss mindestens zehn Tage aushärten und darf nicht befahren werden, so Clausen vom Tiefbauamt. Kleinere Flächen im Stegen sowie in der Schleifmühlenstraße stehen ebenfalls noch an.


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